Papst Franziskus warnt vor Verschwinden des Christentums im Nahen Osten

Papst Franziskus hat angesichts der Konflikte im Nahen Osten vor einem Verschwinden der Christen gewarnt

Papst Franziskus sorgt sich angesichts der Konflikte im Nahen Osten um das Christentum in der Region. "Es besteht die Gefahr, dass unsere Glaubensbrüder und -schwestern verschwinden werden und das Gesicht der Region entstellt wird", sagte er in der italienischen Hafenstadt Bari. Er beschrieb die konfliktreiche Region als "Wiege der großen monotheistischen Religionen".

Inzwischen würden allerdings viele Menschen im Nahen Osten ihre eigenen Länder zurücklassen. "Gleichgültigkeit ist tödlich und wir wollen unsere Stimmen gegen diese mörderische Gleichgültigkeit erheben", sagte er in Italien zu christlichen Anführern aus Syrien und dem Libanon.

Der libanesische Kardinal Béchara Raï rief die westlichen Regierungen dazu auf, syrische Flüchtlinge zur Heimkehr zur ermutigen. Die Staaten müssten finanzielle Unterstützung leisten, damit sie ihre Häuser wieder aufbauen könnten.

Nach Angaben des syrischen Bischofs Antoine Audo ist seit Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011 die Hälfte der ehemals 1,5 Millionen Christen aus dem Land geflohen. Zahlreiche Kirchen in Syrien wurden zerstört, viele Christen wurden getötet oder entführt. Insgesamt trieben die Kämpfe in Syrien mehrere Millionen Menschen in die Flucht, mehr als 350.000 Menschen wurden getötet.