Papst Franziskus: Scham über Mord an slowakischen Juden

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Papst Franziskus hat auf seiner Slowakei-Reise erneut mit deutlichen Worten Antisemitismus und Gewalt gegen Juden verurteilt.

Beim Besuch des Holocaust-Denkmals im Stadtzentrum von Bratislava brachte der 84-jährige Pontifex seine Scham über den Mord an mehr als 100.000 slowakischen Juden zum Ausdruck.

"Unaussprechliche Taten im Namen Gottes"

"Wenn wir hier über die Geschichte des jüdischen Volkes nachdenken, die von diesem unbeschreiblichen und tragischen Affront geprägt ist, müssen wir mit Scham eingestehen, wie oft der Name Gottes für unaussprechliche Taten der Unmenschlichkeit benutzt wurde. Wie viele Unterdrücker haben gesagt: 'Gott ist mit uns', doch waren sie es, die nicht mit Gott waren."

Antisemitismus und Holocaust sind für die katholische Kirche der Slowakei ein heikles Thema. Die Slowakei war während des Zweiten Weltkriegs ein von Nazi-Deutschland abhängiger Vasallenstaat mit dem katholischen Priester Jozef Tiso als Präsidenten und anderen führenden Klerikern als aktiven Unterstützern.

Die slowakische Regierung hatte sich kurz vor dem Papstbesuch offiziell für die Enteignung und Entrechtung von Juden während des Zweiten Weltkriegs entschuldigt.

Mitten in der Altstadt von Bratislava stand einst eine Synagoge, die den Zweiten Weltkrieg überstand und später von den Kommunisten abgerissen wurde. Heute ist der Ort ein Mahnmal im Gedenken an die Holocaust-Opfer.

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