Papst Franziskus ruft Gläubige auf, für seinen verstorbenen Vorgänger zu beten

Auf dem Petersplatz im Vatikan herrschte am Neujahrstag reges Treiben. Touristen und Pilger kamen extra für die Neujahrsansprache von Papst Franziskus. Während der Neujahrsmesse zum Welttag für den Frieden sprach der amtierende Papst mit einem Satz Benedikt an und bat die Gottesmutter Maria, ihn auf seinem Weg zu Gott zu begleiten. Auch in der sonntäglichen Ansprache nach dem Mittagsgebet ruft er die Gläubigen auf, für den Verstorbenen zu beten.

Franziskus sagte: "Am Beginn des neuen Jahres vertrauen wir der Allerheiligsten Maria an, die wir heute als Mutter Gottes feiern. In dieser Zeit wollen wir ihre Fürsprache besonders für den emeritierten Papst Benedikt XVI. erflehen, der gestern Morgen diese Welt verlassen hat."

An diesem Sonntag veröffentlichte der Vatikan Bilder vom Leichnam des emeritierten Pontifex, der im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan aufgebahrt wurde.

Im rot-goldenen Papst-Gewand liegt Benedikt in der Klosterkapelle. Hinter sich an der Wand Jesus am Kreuz, daneben ein geschmückter Christbaum, auf der anderen Seite eine Krippe. In den gefalteten Händen hält er einen Rosenkranz. Sein Gesicht ist blass, auf dem Kopf trägt er eine Mitra, die traditionelle Kopfbedeckung der Bischöfe.

Im Kloster Mater Ecclesiae hat Benedikt seit seinem Amtsverzicht 2013 bis zu seinem Tod gelebt.

Am Montag sollen auch die Gläubigen im Petersdom Abschied von Benedikt XVI. nehmen können, wenn er dort aufgebahrt wird. Am Donnerstag, 5. Januar, ist dann ein großer Trauergottesdienst auf dem Petersplatz und die anschließende Beisetzung in der Grotte der Basilika geplant - wie viele Menschen kommen werden, ist unklar.