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Papst Franziskus in Budapest: Lob und Tadel für die Regierung Orban

Papst Franziskus hat in seiner Rede in Budapest unter anderem vor Zurückweisung von Flüchtlingen gewarnt.

Papst Franziskus hat in Budapest im Umgang mit Flüchtlingen vor Zurückweisung gewarnt. Diese „epochale Herausforderung" müsse angenommen werden. Es gebe keine Zukunft, wenn diese nicht gemeinsam stattfinde, betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

„Diese Haltung ist die Herausbildung der Offenheit: Den Trost des Herrn bei Schmerz und Armut in der Welt zu vermitteln, den verfolgten Christen, den Flüchtlingen auf der Suche nach Gastfreundschaft, den Menschen anderer Ethnien und allen Menschen in Not nahe zu sein", sagte der Papst.

Worte, die auch an die ungarische Regierung gerichtet waren, selbst wenn der Papst keinen unmittelbaren Bezug herstellte. Doch es gab auch Lob: Franziskus dankte dem Land für den Einsatz zugunsten der christlichen Bevölkerung im Nahen Osten.

„Die christlichen Werte können nicht durch Starrheit und Verschlossenheit bezeugt werden, denn die Wahrheit Christi bringt Sanftmut und Freundlichkeit mit sich, im Geist der Seligpreisungen“, so der Papst in Budapest. „Seid offen, seid offen, seid Zeugen der Prophetie des Evangeliums, aber vor allem seid Frauen und Männer des Gebets, denn davon hängen die Geschichte und die Zukunft ab. Ich danke euch für euren Glauben und eure Treue, für all das Gute, das ihr seid und tut", rief er den Menschen zu.