Papst ernennt fünf neue Kardinäle

Franziskus ernennt neue Kardinäle

Papst Franziskus hat am Mittwoch in einer traditionellen Zeremonie im Vatikan fünf neue Kardinäle ernannt. Vier der neuen katholischen Würdenträger kommen aus Ländern, die noch nie Kardinäle hatten: El Salvador, Laos, Mali und Schweden. Der fünfte stammt aus Spanien. In seiner Predigt forderte der Papst die neuen Kardinäle auf, sich nicht von der traditionellen Bezeichnung "Kirchenfürst" irreführen zu lassen, sondern sich als Diener der Armen und Schutzlosen zu sehen.

Zu ihnen gehörten die unschuldigen Opfer von Krieg und Terror sowie von modernem Sklaventum, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er forderte seine neuen Kardinäle auf, sich um die Flüchtlingslager zu kümmern, die manchmal die "Hölle seien", und gegen eine Kultur vorzugehen, die alles "ausmustert", was keinen Nutzen mehr habe - "auch Menschen".

Kardinäle sind die höchstrangigen Würdenträger in der katholischen Kirche nach dem Papst. Alle neuen Kardinäle sind jünger als 80 Jahre und können damit an einem Konklave zur Wahl eines neuen Papstes teilnehmen. Bereits im November hatte Franziskus 17 neue Würdenträger ernannt. Mit ihrer Ernennung ist das Wahlkollegium auf 121 Mitglieder angewachsen. Von ihnen wurden 49 seit dem Amtsantritt von Franziskus im März 2013 ernannt.