Papst erinnert sich an Fußballspiele in seiner Jugend

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Papst Franziskus

Ein aus Lumpen zusammengeschusterter Fußball und eine Handvoll guter Freunde: Mehr brauchte Papst Franziskus in seiner Jugend nicht, um beim Kicken auf der Straße wahre "Wunder" zu vollbringen. In einem am Samstag von der italienischen Zeitung "La Gazetta dello Sport" veröffentlichten Interview erinnerte sich der lateinamerikanische Papst an Fußballspiele in seiner Jugend. Den kürzlich verstorbenen argentinischen Fußball-Star Diego Maradona nannte er einen "Poeten" auf dem Spielfeld.

Franziskus, der mit bürgerlichem Namen Jorge Bergoglio heißt, schilderte "die Freude, das Glück in den Gesichtern aller" nach dem Meisterschafts-Sieg seines Lieblingsvereins San Lorenzo im Jahr 1946. Maradona sei ein "großer Champion" gewesen, "der Millionen von Menschen Freude brachte, in Argentinien ebenso wie in Neapel", sagte der Papst weiter. Der Profi-Fußballer sei jedoch auch ein "sehr zerbrechlicher Mensch" gewesen.

Seine eigenen Fähigkeiten auf dem Spielfeld bezeichnete der Papst indessen als passabel. In seiner Jugend habe er sich mit einem Ball aus Lumpen begnügen müssen. "Leder kostete zu viel und wir waren arm", sagte er der "Gazetta". Ähnlich wie ihm geht es demnach vielen Jugendlichen: Der Sport sei geprägt von der Anstrengung vieler Menschen, die sich ein besseres Leben erhofften. "Die Armen dürsten nach Erlösung: Gib ihnen ein Buch, ein Paar Schuhe, einen Ball und sie zeigen sich zu unvorstellbaren Leistungen fähig", sagte der Papst.

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