Papst Benedikt: Letztes Telefonat mit Meisner am Vortag des Todes

Der emeritierte Papst hat sich mit einer ungewöhnlichen Geste verabschiedet.

Papst Benedikt XVI. hat noch am Tag vor dem Tod von Kardinal Joachim Meisner mit dem Kölner Alt-Erzbischof telefoniert. "Aus seiner Stimme klang die Dankbarkeit dafür, dass er nun im Urlaub angelangt war", schreibt der Papst in einem Grußwort, das sein früherer Sekretär, Kurienerzbischof Georg Gänswein, am Ende des Requiems für Meisner im Kölner Dom verlas.

Er habe die Nachricht von Meisners Tod am 5. Juli, die er am gleichen Tag telefonisch erhalten habe, "zunächst nicht glauben können", schreibt Benedikt.

Meisners Nachfolger, Kardinal Rainer Woelki, habe ihn um "ein Wort des Gedenkens" gebeten, so Benedikt weiter. "Was mich an den letzten Gesprächen besonders beeindruckt hat, war die gelöste Heiterkeit, die innere Freude und die Zuversicht, zu der er gefunden hatte."

Meisner hat das Loslassen gelernt

Es sei "dem leidenschaftlichen Hirten und Seelsorger" bekanntermaßen schwergefallen, "sein Amt zu lassen und dies gerade in einer Zeit, in der die Kirche besonders dringend überzeugender Hirten bedarf, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen". Umso mehr habe ihn bewegt, so Benedikt, dass Meisner zuletzt loszulassen gelernt habe und immer mehr aus der Gewissheit gelebt habe, "dass der Herr seine Kirche nicht verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern gefüllt ist". 

Zur Freude und Gewissheit in Meisners letzter Lebensphase habe die Erfahrung beigetragen, dass viele junge Menschen, "vor allem auch junge Männer", das Sakrament der Beichte wiederentdeckten. Auch das "leise Wachsen" der eucharistischen Anbetung - ein zentrales Anliegen Meisners schon beim Kölner Weltjugendtag 2005 - habe ihn "immer neu berührt und freudig gestimmt"....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta