Papierindustrie produziert mehr im ersten Halbjahr

BERLIN (dpa-AFX) - In der Corona-Pandemie haben sich viele Unternehmen mit Printwerbung zurückgehalten - schon länger zieht die Nachfrage aber wieder an, was auch die Papierindustrie merkt. 3,3 Millionen Tonnen Druckpapier, sogenanntes grafisches Papier, hat die Branche im ersten Halbjahr dieses Jahres produziert, wie der Papierindustrie-Verband am Montag mitteilte. Das waren demnach 4,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch bei Verpackungen gab es ein Wachstum: Mit rund 6,9 Millionen Tonnen lag die Produktion von Pappe und Karton um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Verpackungen stehen für rund 60 Prozent der Produktion, grafische Papiere machen ein knappes Drittel aus.

Allerdings fürchtet die Branche angesichts der drohenden Gasengpässe um ihre Produktion. "Keiner weiß, ob er im Herbst oder Winter noch produzieren kann", teilte Verbandspräsident Winfried Schaur mit. Ein Gas-Stopp würde die Papierproduktion demnach praktisch zum Erliegen bringen, hieß es. Betroffen davon wären auch lebenswichtige Produkte für die Lebensmittelversorgung oder die Hygiene.

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