PAOK-Skandal: Drei Jahre Sperre nach Pistolen-Auftritt für Besitzer - Punktabzug und Geldstrafe für Klub

Weil im Spitzenspiel ein Treffer nicht gegeben wurde, stürmte der PAOK-Besitzer den Platz mit einer Waffe. Nun sind die Folgen des Vorfalls klar.

Der Besitzer des griechischen Pokalsiegers PAOK Saloniki ist nach seinem skandalösen Verhalten beim Chaos-Spiel am 11. März gegen AEK Athen für drei Jahre gesperrt worden. Ivan Savvidis werde außerdem mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro belegt, das teilten die griechischen Ligaorganisatoren am Donnerstag mit. PAOK werden neben einer Geldstrafe von 63.000 Euro zudem in der Meisterschaft drei Punkte abgezogen.

Mit nun 49 Zählern fiel Saloniki damit hinter Olympiakos Piräus (50) auf Rang drei zurück. AEK ist mit 54 Zählern Tabellenführer.

FIFA fordert Sperre für griechischen Verband

Mit Blick auf eine ganze Reihe skandalöser Vorfälle empfahl das Monitoring-Komitee des Weltverbands FIFA zudem am Donnerstag in einem Brief, der griechischen Medien vorliegt, den griechischen Fußballverband mit sofortiger Wirkung zu suspendieren.

Die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte als Reaktion auf den Vorfall die Meisterschaft am 12. März ausgesetzt. Der Spielbetrieb wird am Samstag wieder aufgenommen. Die Vereine hatten einer Liste von Forderungen der Regierung zugestimmt, die Punktabzüge bzw. den automatischen Abstieg für weitere ähnliche Vorfälle vorsieht.

Kurios: Savvidis lief mit einer Waffe auf den Platz

Das Spiel zwischen PAOK und Athen war in der 90. Minute abgebrochen worden, nachdem der griechisch-russische Geschäftsmann Savvidis mit einer Waffe am Gürtel auf den Platz gelaufen war. Schiedsrichter Giorgos Kominos hatte in der Schlussminute ein Tor von Saloniki aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht anerkannt.

In der Folge änderte Kominos seine Entscheidung und erkannte den Treffer der Heimmannschaft an. Bei dem Spiel ging es um die Tabellenspitze der Super-League. Savvidis entschuldigte sich später für den Vorfall, betonte allerdings, dass er nur den Ausbruch von Gewalt verhindern wollte.