Panne in Kommunikationssystem legt zeitweise Flugverkehr in den USA lahm

Eine großflächige Störung eines Kommunikationssystems hat in den USA zeitweise den zivilen Flugverkehr lahmgelegt. Die Luftaufsichtsbehörde FAA ordnete am frühen Mittwochmorgen aus Sicherheitsgründen die Unterbrechung aller inländischen Flugverbindungen an. Ab 9.00 Uhr Washingtoner Zeit (15.00 Uhr MEZ) normalisierte sich die Lage wieder. Nach Angaben der US-Regierung lief die Suche nach der Ursache noch, bislang gebe es keine Hinweise auf einen Cyberangriff.

Die Störung begann in der Nacht zum Mittwoch und betraf das Notice To Air Missions System (Notam), über das Informationen über Risiken, Entwicklungen auf Flughäfen und andere Informationen an Piloten und Besatzung übermittelt werden. Mehrere Flughäfen und Airlines kündigten Verspätungen und Störungen im Flugplan an. Die FAA verhängte schließlich eine Flugsperre, um das Problem zu beheben.

Nach Angaben des Fachportals Flight Aware waren rund 6000 Flüge von Verspätungen betroffen. Auch der Flugverkehr in den Nachbarländern Kanada und Mexiko war beeinträchtigt. Die Flugsperre der FAA endete planmäßig um 9.00 Uhr Washingtoner Zeit. Lediglich die Flughäfen Newark, westlich von New York, und Atlanta konnten etwas früher wieder den Betrieb aufnehmen, um noch größere Störungen im Ablauf zu verhindern.

Die FAA erklärte, dass die Suche nach der Ursache des Problems noch andauere. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, erklärte auf Twitter, es gebe derzeit "keine Anzeichen dafür, dass es sich um eine Cyberattacke handelt". Präsident Joe Biden habe jedoch "das Verkehrsministerium aufgefordert, eine umfassende Untersuchung der Ursachen" des Vorfalls vorzunehmen.

pe/ck