Panda-Diplomatie: Merkel und Xi einträchtig am Bärengehege

Die Bundeskanzlerin und der chinesische Staatspräsident verstehen sich

Xi Jinping steht im Kanzleramt neben Angela Merkel und gibt sich vergnügt. „Es ist für mich eine große Freude, dass der Berliner Zoo jetzt ein neues Panda-Pärchen hat. Ich bin überzeugt, dass diese beiden neue Botschafter unserer Freundschaft werden können“, sagt der chinesische Präsident, und die Bundeskanzlerin lächelt ein Lächeln, dass man zustimmend nennen kann. Soviel demonstrativ zur Schau gestellte Eintracht war selten zwischen den Regierungen in Berlin und Peking.

Das muss nicht verwundern. China hat – wieder einmal – zum Instrument der Panda-Diplomatie gegriffen und damit die Laune der Bundesregierung gehoben. Der Staatsbesuch Xi Jingpins und die Eröffnung des neuen Panda-Hauses im Zoo von Berlin, in dem das chinesische Bärenpaar unterkommt, sind für Kanzlerin Merkel vergleichsweise angenehme Dienstverpflichtungen. Schon am Donnerstag bekommt sie es kurz vor Beginn des G-20-Gipfels in Hamburg mit den Präsidenten Trump und Erdogan, womöglich auch noch Putin zu tun.

Zehntausende chinesische Studenten in Deutschland

Merkel schwärmt, dass Deutschland und China nicht nur eine „strategische Partnerschaft“, sondern eine „umfassende strategische Partnerschaft“ verbinde. So nennt die Bundesregierung ein Beziehungsgeflecht, in dem neben wirtschaftlichen auch gesellschaftliche Kontakte eine wichtige Rolle spielen.

So seien etwa mehrere zehntausend chinesischer Studenten an deutschen Unis eingeschrieben, sagt Merkel. Außerdem lassen sich mit China gute Geschäfte machen. Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus etwa wird in den kommenden Jahren 140 Flugzeuge im Wert von fast 23 Milliarden US-Dollar nach China liefern.

Bundesregierung hofiert chinesischen Gast

Nach Ansicht der Bundesregierung hat China vor allem deswegen an Bedeutung gewonnen, weil es...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung