Palästinenser: Zahl der Toten nach Israels Tunnelsprengung steigt auf zwölf

Kämpfer des Islamischen Dschihad im Gazastreifen

Nach Israels Sprengung eines Tunnels aus dem Gazastreifen ist die Zahl der Toten nach Angaben radikaler Palästinenser auf zwölf gestiegen. Die mit der Hamas verbündete Islamistengruppe Islamischer Dschihad erklärte am Freitag, fünf ihrer in dem Tunnel eingeschlossenen Kämpfer seien getötet worden. Die israelische Armee hatte den aus dem Gazastreifen in israelisches Gebiet führenden Tunnel am Montag gesprengt.

Zunächst hatte die radikalislamische Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, die Zahl der Todesopfer mit sieben angegeben, zwölf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Zwei der Toten gehörten demnach zum militanten Flügel der Hamas, die anderen waren Mitglieder des Islamischen Dschihad.

Seit Montag verwehrt Israel der palästinensischen Zivilschutzbehörde den Zutritt zu dem gesprengten Tunnel und somit die Suche nach möglichen Überlebenden. Auch eine entsprechende Anfrage des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) lehnte die israelische Regierung ab.

Die israelische Armee hatte die Sprengung als "Neutralisierung eines Terrortunnels" gerechtfertigt, der eine "schwere und inakzeptable Verletzung der israelischen Souveränität" darstelle.

Die Hamas hatte in der Vergangenheit immer wieder Tunnel gebaut, um auf israelisches Gebiet vorzudringen und dort Angriffe zu verüben. Im Gaza-Krieg 2014 waren etwa 30 unterirdische Gänge entdeckt und zerstört worden, 14 davon führten nach Israel.