Palästinenser nach mutmaßlichem Messerangriff im Westjordanland von Israeli getötet

Ein israelischer Zivilist hat nach Angaben Israels auf einer Siedlerfarm im besetzten Westjordanland einen Palästinenser erschossen, nachdem dieser ihn mit einer Stichwaffe angegriffen hatte. Ein Palästinenser "versuchte, einen israelischen Zivilisten auf der Sde-Efraim-Farm nordwestlich von Ramallah mit einem Messer anzugreifen", erklärte die israelische Armee am Samstag. Daraufhin sei "der Terrorist" getötet worden.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurde der 42-jährige Tarik Maali in der Nähe des palästinensischen Dorfes Kafr Nama getötet, "nachdem israelische Besatzungskräfte das Feuer auf ihn eröffnet" hätten.

Ein AFP-Fotograf beobachtete, wie israelische Streitkräfte einen palästinensischen Krankenwagen daran hinderten, den Tatort zu erreichen. Auch ein palästinensischer Sanitäter sagte, dass Ersthelfer durch eine starke Armeepräsenz daran gehindert wurden, zu dem Opfer vorzudringen.

Die israelische Armee erklärte, ein israelischer Krankenwagen habe die Leiche eines Mannes abtransportiert, der "bereits (...) tot war, so dass keine medizinische Behandlung mehr möglich war".

Mit dem Vorfall steigt die Zahl der in diesem Monat im Westjordanland getöteten Palästinenser nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf 18. Die Zahl umfasst Angreifer und Zivilisten. Die meisten von ihnen wurden von israelischen Soldaten getötet.

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