Pakete werden zu Weihnachten wohl teils teurer

Hermes will die Preise für Pakete anheben

Paketlieferungen werden zu Weihnachten bei einigen Anbietern teurer: GLS und Hermes kündigten gegenüber der Online-Ausgabe der "Welt" am Montag Preiserhöhungen an und begründeten dies mit den stark steigenden Mengen und dem damit steigenden Aufwand. Marktführer Deutsche Post DHL und DPD dagegen wollen die Preise nicht anheben.

In den USA hat Marktführer United Parcel Service (UPS) laut "Welt" einen Zuschlag für die letzten beiden Novemberwochen und die Woche direkt vor Heiligabend angekündigt. Konkurrent Fedex wolle nachziehen.

"Wir werden es nicht vermeiden können, es genauso zu machen, wie UPS es in den USA angekündigt hat", sagte GLS-Vorstandschef Rico Back der "Welt". Nur über Preisaufschläge werde GLS es schaffen, das Aufkommen an Weihnachten bewältigen zu können.

Beim zweitgrößten Versender Hermes gibt es ähnliche Pläne: "Wir werden nicht umhinkommen, die deutlich höheren Kosten in den Weihnachtswochen an die Kunden weiterzugeben", sagte Hanjo Schneider, Vorstand der Otto Group, zu der Hermes gehört, der "Welt".

Eine Sprecherin der Post-Tochter DHL versicherte dagegen, das Unternehmen plane keinen Aufpreis für Paketsendungen im kommenden Weihnachtsgeschäft. Auch bei DPD teilte eine Sprecherin mit, dass keine Sonderzuschläge für das Weihnachtspaketgeschäft geplant seien. Allerdings sei "das Modell der Zuschläge zu Weihnachten aus unserer Sicht eine interessante Initiative, um Kunden am anfallenden Mehraufwand zu beteiligen". Die deutsche Tochter des US-Paketdienstes UPS will laut Sprecher ebenfalls keinen Aufschlag nehmen.