Pädophiler verrät anonym, wie er mit seiner Krankheit umgeht

Katharina Hoch
Jeder 20. Mann soll pädophile Fantasien haben (Symbolbild). 
  • Auf der Plattform “Jodel” schreibt ein 26-Jähriger anonym über seine Pädophilie
  • Die Community reagiert mit Offenheit und Interesse

“Ich bin in Therapie bei ‘Kein Täter werden’”. So beginnt ein 26-Jähriger einen Chat auf der Plattform “Jodel”. Stellt mir eure Fragen, fordert er die Community heraus. 

Die Präventionsnetzwerk “Kein Täter werden” bietet Pädophilen kostenlose und anonyme Therapiemaßnahmen an, damit sie nicht zu Tätern werden. Laut eigenen Angaben ist auch der 26-Jährige dort seit 2016 in Behandlung. 

Er wolle aufklären, schreibt er gleich zu beginn der Unterhaltung. Und fordert die Community auf: “Ich stehe euch Frage und Antwort”. 

Auf seine Aufforderung bekommt er keinen Shitstorm, sondern viele interessierte Fragen. Die Community schein wirklich zu versuchen, ihn zu verstehen. 

Nur Wenige kennen seine pädophilen Gedanken

Der 26-Jährige erklärt, dass ihm bereits mit 15 oder 16 Jahren zum ersten Mal aufgefallen sei, dass er pädophil sei. 

Weiter schreibt der junge Mann, dass er seine Krankheit acht Jahre geheim gehalten habe. Heute wüssten nur seine Eltern und seine engsten Freunde davon. 

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Als er seinen Eltern davon erzählte, sollen sie geschockt gewesen sein: “Mein Vater ist wortlos gegangen und hat sich Schnaps geholt und meine Mutter hat nur noch geheult und meinte, ich sei eklig.”

Seine Eltern sollen den Kontakt zu ihm abgebrochen haben. Er sei nicht mehr ihr Sohn, schreibt er. 

Auf Jodel schreibt der 26-Jährige: “Er möchte kein Monster sein”. Eigentlich wolle er nur ein ganz normales Leben führen und eine Freundin haben. Doch er glaubt, dass das für ihn nicht möglich sei. 

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