Özil-Schelte: Metzelder hält Bierhoffs Aussagen für nicht glaubwürdig

Oliver Bierhoff hat Mesut Özil in einem Interview mit der Welt an den Pranger gestellt. Im ZDF rechtfertigte sich der Team-Manager und gab an, falsch verstanden zu sein. Christoph Metzelder hält das nicht für glaubwürdig.

Christoph Metzelder glaubt DFB-Manager Oliver Bierhoff nicht. (Bild: Getty Images)

Print-Interviews werden gegengelesen, da gibt es eigentlich keine Zufälle mehr. Man ist sich da der Wucht der Aussagen schon bewusst – und das war eine klare Aussage”, sagte der Sky-Experte. Demzufolge hätte Bierhoff im ZDF nicht die Wahrheit gesagt.

Dort gab der DFB-Manager an, dass sowohl ihm, als auch drei weiteren Mitarbeitern nicht aufgefallen wäre, dass die Özil-Passage missverständlich sei. Bierhoff hatte davon gesprochen, eventuell besser sportlich auf den Spielmacher vom FC Arsenal verzichtet zu haben.

“Wir haben Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft bislang noch nie zu etwas gezwungen, sondern immer versucht, sie für eine Sache zu überzeugen. Das ist uns bei Mesut nicht gelungen. Und insofern hätte man überlegen müssen, ob man sportlich auf ihn verzichtet”, war er zitiert worden.


Metzelder glaubt Bierhoff nicht

Metzelder hält den ZDF-Auftritt von Bierhoff für scheinheilig: “Es versuchen nun alle Seiten, die Kommunikationshoheit zu gewinnen. Man will nach der enttäuschenden WM in der öffentlichen Meinung Recht behalten.” Das sei allerdings der falsche Weg.

Vielmehr setzt Metzelder seine Hoffnung in die vom DFB angekündigte Analyse. “Es haben alle Beteiligten Fehler gemacht”, erklärte der ehemalige Verteidiger. Dies hatte auch Bierhoff verdeutlicht, seine Fehler allerdings nicht klar verdeutlicht.