Outing! Schwuler Ex-NFL-Profi wollte sich umbringen

Ryan O'Callaghan wurde 2006 von den New England Patriots gedraftet

Er ist 2,01 Meter groß, wog zu seiner aktiven Zeit 150 Kilo und beschützte Star-Quarterback Tom Brady drei Jahre lang als Offensive Tackle bei den New England Patriots.

Doch Ryan O'Callaghan war nie der unerschütterliche Muskelberg, für den ihn die Öffentlichkeit während seiner NFL-Karriere hielt.

Der ehemalige Football-Profi hat sich nun öffentlich als homosexuell geoutet und dabei bedauerliche Details aus seinem Seelenleben offenbart. So wollte er nach seinem Karriereende Selbstmord begehen, ehe ihm Verantwortliche der Kansas City Chiefs, für die O'Callaghan nach seiner Zeit bei den New Englands Patriots auflief, psychologische Hilfe verschafften.

Anfeindungen wegen seiner sexuellen Orientierung oder homophobe Beleidigungen habe er innerhalb der NFL allerdings nie erlebt. Dennoch machte dem Hünen das Versteckspiel in der testosteron-dominierten Football-Welt zu schaffen.

"Niemand würde den großen Footballspieler für schwul halten. Deswegen ist das Football Team ein so guter Ort, um sich zu verstecken", erklärte O'Callaghan dem Online-Portal Outsports.

Aufgrund seiner Suizidgedanken begann der Fünftrundenpick von 2006 in großem Maße Schmerzmittel und Anti-Depressiva zu konsumieren. "Ich gab mein ganzes Geld dafür aus, um es mir so schwer wie möglich zu machen, mich umzubringen", gestand O'Callaghan.

Erst Chiefs-Athletikcoach David Price bemerkte, dass sein ehemaliger Schützling sein Leben noch immer nicht geordnet bekommen hatte.