Ostern in Rom: Papst gegen eine "Welt voller Kriege"

Papst Franziskus hat mit rund 20.000 Gläubigen am römischen Kolosseum den traditionellen Kreuzweg gebetet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche mahnte in seiner Andacht, jungen Menschen keine Welt voller Kriege zu hinterlassen. Die Prozession ist der Höhepunkt der Karfreitagsfeierlichkeiten: Begleitet von Meditationstexten wird der Weg von Jesus Christus zum Kreuz in 14 Stationen nachgestellt. Die Texte hatten Schüler einer römischen Oberschule verfasst.

Aus Angst vor Anschlägen gab es erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Über Ostern sind 10.000 Sicherheitskräfte in Rom im Einsatz. Am Samstagabend wird Franziskus die Osternachtsmesse halten und am Ostersonntag auf dem Petersplatz den feierlichen Segen "Urbi et Orbi" (an die Stadt und die Welt) erteilen.

Das Kreuz gaben sich dabei unterschiedliche Personen weiter. Auch eine Familie aus Syrien mit zwei kleinen Kindern war darunter. Der 81 Jahre alte Papst trug das Kreuz nicht, sondern saß gegenüber des Kolosseums auf dem Palatinhügel auf einem Podest. In seinem Gebet beklagte er auch, dass "so viele Menschen sich blenden ließen vom Ehrgeiz und vom Ruhm". Der Herr möge die Menschen vor "der Lepra des Hasses" retten.