Ostermärsche am Karsamstag mit mehreren tausend Teilnehmern

Auf dem Ostermarsch am Samstag in München

In zahlreichen deutschen Städten haben auch am Karsamstag Menschen für Frieden und Abrüstung demonstriert. Am Ostermarsch in Berlin nahmen nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative mehr als 2000 Menschen teil. In Bremen meldeten die Veranstalter 1000 Teilnehmer, in Hannover 500. In Duisburg startete der traditionelle Ostermarsch Rhein-Ruhr mit mehreren hundert Menschen, der bis Ostermontag durch zahlreiche Städte in der Region führt.

"Wir sind sehr, sehr zufrieden mit den Teilnehmerzahlen", sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative der Nachrichtenagentur AFP. In Bremen etwa habe sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Bis Ostermontag sind in fast 100 Städten Kundgebungen und Mahnwachen geplant. Abrüstung, Stopp der Rüstungsexporte und Abschaffen der Atomwaffen sind die Hauptforderungen. "Die Ursachen für Flucht und Vertreibung müssen beseitigt werden, das sollte verantwortliches Handeln der Politik in unserem Land sein", sagte der Sprecher der Infostelle Ostermarsch in Frankfurt am Main, Willi van Ooyen.

Die Friedensbewegung geht seit 60 Jahren an Ostern auf die Straße. Am Karfreitag 1958 versammelten sich zum ersten Mal rund 10.000 Menschen in London, um für atomare Abrüstung zu demonstrieren. Rund die Hälfte von ihnen brach damals zum 80 Kilometer entfernten Atomforschungszentrum Aldermaston auf; 700 Friedensbewegte hielten bis zum Ziel durch. In Deutschland wurden Ostermärsche erstmals 1960 organisiert.