Original-Research: Aves One AG (von GBC AG)

Original-Research: Aves One AG - von GBC AG Einstufung von GBC AG zu Aves One AG Unternehmen: Aves One AG ISIN: DE000A168114 Anlass der Studie: Research Note Empfehlung: Kaufen Kursziel: 9,10 EUR Letzte Ratingänderung: - Analyst: Matthias Greiffenberger; Cosmin Filker Aves One konnte im 1. Halbjahr 2017 deutlich wachsen und steigerte die Umsatzerlöse um 118,1% auf 24,46 Mio. EUR (VJ: 11,22 Mio. EUR). Hintergrund dieser signifikanten Umsatzsteigerung war vornehmlich die Übernahme der ERR in Wien. Insgesamt ist die Performance der Aves One als aktiver Bestandhalter von Logistik-Assets maßgeblich von dem gemanagten Asset- Volumen abhängig und so erhöhte sich das gemanagte Asset-Portfolio von 223,30 Mio. EUR (30.06.2016) auf 440,50 Mio. EUR (30.06.2017). Dies spiegelt sich auch in der Segment-Umsatzverteilung wider. Der Bereich Rail legte dabei um 723,7% auf 12,83 Mio. EUR (VJ: 1,56 Mio. EUR) zu und lieferte somit den wichtigen Umsatzbeitrag durch die ERR Österreich. Im Gegensatz hierzu musste der Container-Bereich einen leichten Umsatzrückgang von 11,0% auf 9,33 Mio. EUR (VJ: 10,48 Mio. EUR) verzeichnen. Der Grund für den Rückgang ist im Wesentlichen auf den schwachen USD-Kurs zurückzuführen, da im Container-Bereich der USD als funktionale Währung gebucht wird. Daher sind hier trotz Asset-Zukäufen in Höhe von 9,70 Mio. EUR leichte Umsatzrückgange verzeichnet worden. Weiterhin werden im Segmentbereich ,Alle übrigen' zum einen Logistikimmobilien-Assets und zum anderen Special Equipment-Assets verbucht. Während sich der Bereich Logistikimmobilien-Asset noch im Aufbau befindet und gegenwärtig insbesondere den Self-Storage Markt adressiert, sollen hier auch zukünftig große Logistikimmobilien erworben werden. Dies wird auch deutlich in der News vom 10.10.2017, welche Logivest als exklusiven Ankaufsberater für Aves One benennt mit bereits ersten Objekten in der Prüfung. Neben dem Bereich der Logistikimmobilien ist im Segment ,Alle übrigen' auch der Bereich Special Equipment enthalten. Hier werden insbesondere Tank Container und Wechselbrücken erworben. Dieser Nischenmarkt zeichnet sich durch hohe Wachstumsraten und überdurchschnittliche Renditen aus. So profitiert der Bereich der Wechselbrücken deutlich von dem erhöhten Paketaufkommen durch den Wachstumsmarkt E-Commerce. Dieses attraktive Marktumfeld wurde genutzt, um den Bereich Special Equipment auszubauen. Im 1. Halbjahr 2017 erhöhte sich demnach das Sachanlagevermögen im ,Alle übrigen'-Segment auf 24,48 Mio. EUR (VJ: 5,01 Mio. EUR) und der Umsatz steigerte sich um 1670,7% auf 2,05 Mio. EUR. Insgesamt ist die Aves One auf einem guten Weg, ihre hohen Wachstumsziele zu erreichen und dies spiegelt sich auch im dynamischen Umsatzwachstum wider. Neben der äußerst dynamischen Umsatzentwicklung konnte die Gesellschaft auch das EBITDA sowie die EBITDA-Marge signifikant steigern. Das EBITDA erhöhte sich um 248,8% auf 12,74 Mio. EUR (VJ: 3,65 Mio. EUR) und somit steigerte sich die EBITDA-Marge auf 52,1% (VJ: 32,6%). Zu dieser deutlichen Ergebnissteigerung trugen alle Segmente bei. Das Container Segment konnte trotz des leichten Umsatzrückgangs eine deutliche EBITDA-Steigerung vor Holdingumlage erzielen. Hier erhöhte sich das EBITDA um 17,2% auf 4,26 Mio. EUR (VJ: 3,63 Mio. EUR). Hintergrund sind zum einen die besser ausgelasteten Portfolios, so wurden unprofitable Container verkauft, und zum anderen konnten höhere Frachtraten im steigenden Container-Markt erzielt werden. Auch das EBITDA im Rail Segment steigerte sich signifikant und erhöhte sich um 347,6% auf 9,49 Mio. EUR (VJ: 2,12 Mio. EUR). Der Hintergrund dürfte hier auch die Konsolidierung der ERR Österreich sein. Gleichsam spiegeln sich auch die margenstarken Bereiche Special Equipment, Logistikimmobilien und Resale im Segment ,Alle Übrigen' wider. Dieses weist mit 77,2% die höchste EBITDA Marge auf und konnte konkret 1,59 Mio. EUR (VJ: -0,03 Mio. EUR) erzielen. Gleichsam zeigt sich die hohe Fixkostenstabilität (Holdingaktivitäten und Konsolidierung), welche trotz der deutlichen Zuwächse im Asset-Portfolio nur auf 2,59 Mio. EUR angestiegen ist (VJ: 2,07 Mio. EUR). Auf Basis des Konzernergebnisses wurde für das 1. Halbjahr 2017 ein Fehlbetrag von 15,62 Mio. EUR (VJ: 8,70 Mio. EUR) verbucht. Ein maßgeblicher Faktor für dieses Ergebnis ist ein Währungseffekt in Höhe von -12,51 Mio. EUR (VJ. -2,78 Mio. EUR), der im Rahmen der funktionalen Währung aus Stichtagsbewertungseffekten der EURO-Verbindlichkeiten entstanden ist. Da es sich hierbei um einen funktionalen Währungseffekt handelt, hat dieser auch nur eine geringe Auswirkung auf den Cashflow der Gesellschaft. Dementsprechend steigerte sich der operative Cashflow um 207,36% auf 14,54 Mio. EUR (VJ: 4,73 Mio. EUR). Somit ist insgesamt die Ergebnisentwicklung der Aves One zum ersten Halbjahr 2017 als äußerst positiv einzustufen und auf Basis des operativen Cashflows wird auch deutlich, dass die hohen Währungseffekte kaum Einfluss auf die Performance der Gesellschaft haben. Auf Basis der Zahlen des 1. Halbjahres 2017 haben wir unsere Prognosen angepasst. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Gesellschaft das Ziel von 1 Mrd. EUR Assets zum GJ 2020 fest im Blick hat und erwarten im GJ 2017 50,19 Mio. EUR Umsatz bzw. für das GJ 2018 70,85 Mio. EUR. Dementsprechend gehen wir von einem leicht schwächeren GJ 2017 aus, welches durch ein dynamischeres GJ 2018 überkompensiert werden sollte. Ein wesentlicher Faktor für diese Umsatzerreichung ist die Akquise von werthaltigen Logistik-Assets. Während die Investitionen im 1. Halbjahr 2017 noch zurückhaltend durchgeführt wurden, gehen wir davon aus, dass insbesondere im Bereich der Logistik-Immobilien z.B. durch die Kooperation mit Logivest wesentliche Investitionen getätigt werden können. Aber auch in den Segmenten Rail und Container sollte das Unternehmen weitere Investitionsmöglichkeiten realisieren können, um unsere Prognosen zu erreichen. Gleichsam konnten im Rahmen der Akquise neuer Portfolios im 1. Halbjahr 2017 auch Finanzierungen mit Banken realisiert werden, was voraussichtlich die Zinslast senken wird. Durch den erwarteten Ausbau der Immobilien-Assets sollte auch die durchschnittliche Zinslast weiter sinken, da Immobilien- Assets in der Regel günstiger finanziert werden können. Neben der geplanten, umfangreichen Bankenfinanzierung erwarten wir auch, dass die gesamte Finanzierungsstruktur weiter optimiert werden kann. Darüber hinaus hat die Gesellschaft sich zum Ziel gesetzt, die Overheadkosten weiterhin stabil zu halten, was ebenfalls zu einer Margenverbesserung beitragen würde. Durch die Verschiebung der Investitionen auf das GJ 2018, gehen wir von einem EBITDA in Höhe von 28,48 Mio. EUR im GJ 2017 aus und erhöhen unsere Prognose für das GJ 2018 auf 45,30 Mio. EUR. In unseren Prognosen haben wir eine gleichbleibende Währungsrelation zwischen Euro und US-Dollar unterstellt. Die entsprechende operative Ergebnisbetrachtung ist in diesem Falle vor Währungseffekten vorzunehmen, um eine Vergleichbarkeit mit unseren Prognosen herzustellen. Auf unser Bewertungsmodell bzw. unsere grundlegend positive Einschätzung der Aves One AG haben die Währungseffekte hingegen keinen bzw. nur einen sehr untergeordneten Einfluss. Mit dem Ausbau des Asset-Portfolios und dem verbesserten Finanzierungsmix sollten überproportionale Ergebnisverbesserungen möglich sein, was sich deutlich wertsteigernd auf das Unternehmen auswirken würde. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/15875.pdf Kontakt für Rückfragen Jörg Grunwald Vorstand GBC AG Halderstraße 27 86150 Augsburg 0821 / 241133 0 research@gbc-ag.de ++++++++++++++++ Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach §34b Abs. 1 WpHG und FinAnV Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,5b,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm +++++++++++++++ -------------------übermittelt durch die EQS Group AG.------------------- Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. 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