Organisierte Kriminalität: Kriminelle Clans: Neukölln kündigt Null-Toleranz-Politik an

Oberstaatsanwalt Michael von Hagen, Bürgermeisterin Franziksa Giffey, Oberstaatsanwalt Michael Storck (v.l.)

Der Bezirk Neukölln will den Kampf gegen kriminelle arabische Großfamilien verstärken. Gemeinsam mit Polizei und der Staatsanwaltschaft wolle man künftig eine "Null-Toleranz-Politik" fahren, sagte Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Freitag vor Journalisten. Noch in diesem Oktober würden drei auf organisierte Kriminalität spezialisierte Staatsanwälte einen Raum am Amtsgericht Neukölln beziehen. Man müsse enger zusammenarbeiten und an die Grenzen des Machbaren gehen. "Es geht darum, dass wir den Kampf gegen die Kriminalität öfters gewinnen", sagte Giffey.

Illegal erworbenes Geld wird legal investiert

Laut Bezirk gibt es in Neukölln etwa zehn relevante arabische Großfamilien mit ungefähr 1000 Mitgliedern. Viele davon seien polizeibekannt. "Wir haben die Probleme seit 20 Jahren", sagte Giffey. Ein Großteil der spektakulärsten Verbrechen in der jüngeren Vergangenheit ging etwa auf das Konto dieser Clan-Strukturen. Dazu zählen der Einbruch in das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Charlottenburg und der Einbruch ins Bode-Museum in Mitte. Zu den Handlungsfeldern der Clans gehören laut Polizei auch Menschenhandel, illegales Glücksspiel, Drogenhandel, Raub und Hehlerei.

Kopfschmerzen bereitet der Politik, dass immer mehr dieser Clan-Mitglieder versuchen, aus dem Dunkelfeld der Kriminalität in Hellfelder zu wechseln. Das heißt: In Neukölln investieren Mitglieder aus kriminellen Strukturen etwa massiv in den Immobilienmarkt. "Diese Entwicklung betrachten wir mit großer Sorge", ...

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