Ordnung im Geldbeutel

Stefanie Kühn
Finanzexpertin Yahoo Finanzen
Ob wirklich jede dieser Karten nötig ist? (Symbolbild: Getty Images)

In Zeiten des Münzgeldes war der Geldbeutel wirklich ein Beutel. Heute verfügt er über mehrere Fächer für Münz- und Papiergeld, ein Karten-Stecksystem und vor allem bei Frauen gerne auch noch einen großen Reißverschluss. Doch worauf kommt es an?

Ihre Geldbörse sollte zweckmäßig sein und manchmal kann sie sogar Leben retten. Mit diesen zehn Tipps kommt Ordnung und Sicherheit in Ihr Portemonnaie:

  1. EC-Karte Ihrer Hauptbank: Viele Menschen haben mehrere Bankverbindungen, daher auch mehrere Scheckkarten. Tragen Sie aber nicht alle Bankkarten mit sich herum. Verlieren Sie Ihr Portemonnaie, ist der Aufwand geringer und die Risiken sind minimiert.
  2. Kreditkarte: Auch diese benötigen Sie im Geldbeutel. Wählen Sie eine kostenfreie Kreditkarte und sparen Sie sich die Jahresgebühr.
  3. Bargeld: Dies ist ja der ursprüngliche Sinn des Geldbeutels. Leeren Sie Ihr Kleingeld regelmäßig in ein Sparschwein und schlachten Sie dieses dann zu besonderen Gelegenheiten. Übrigens hat es sich bewährt, zum Beispiel im Auto oder im Handy einen Geldschein zu hinterlegen. Es kommt doch immer mal vor, dass die Geldbörse zu Hause liegenbleibt.
  4. Versicherungskarte: Wenn Sie bei einem Notfall zum Arzt müssen, ist es gut, wenn Sie diese nicht erst suchen müssen. Wer Kinder hat, sollte auch deren Karten dabei haben.
  5. Personalausweis: Auch diesen sollten Sie dabei haben.
  6. Führerschein und Zulassung: Sind Sie mit dem Auto unterwegs, benötigen Sie beides. Wer ein Auto mit mehreren Fahrern teilt, sollte einen festen Platz im Haus haben, wohin die Zulassung nach jeder Fahrt gelegt wird.
  7. Kundenkarten: Nehmen Sie hier nur die mit, die Sie auch regelmäßig nutzen. Alles andere kann zu Hause verwahrt und bei großen Einkaufstouren mitgenommen werden.
  8. Notfallkarte: Darauf gehört die Person, die im Notfall zu benachrichtigen wäre, und eine Liste dessen, was Sie hinterlegt haben, wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Organspendeausweis, Testament etc.. Eine solche Karte kann Leben retten, denn die Ärzte wissen durch eine solche Information schneller, wen sie bezüglich einer Behandlung fragen können.
  9. Daneben können noch Fahrkarte, BahnCard, ein beruflicher Ausweis (wie Presseausweis) oder ADAC-Karte nötig und nützlich sein.
  10. Trennen sollten Sie sich von alten Einkaufszetteln, mitgenommenen Visitenkarten, überflüssigen Plastikkärtchen etc. Auf keinen Fall in Ihren Geldbeutel gehören Ihre PIN der EC-Karte, Kennwörter für das Handy sowie bei Monatsfahrkarten die folgenden Monatskarten.

Viel Erfolg beim Auf- und Umräumen.
Ihre Stefanie Kühn