Orangefarbener Wein: Das Wichtigste zum neuesten Weintrend

Die beliebteste Alternative zu Rotwein, Weißwein und Rosé: Orangefarbener Wein. (Bild: ddpimages)

Orange is the new Rosé? Nicht ganz. Allerdings hört man immer öfter Schwärmereien von Weinkennern, die sich dem orangefarbenen Wein verschworen haben. Doch was ist orangefarbener Wein überhaupt und wie schmeckt er?

Es zieht ein neuer Weintrend durchs Land. Neben rotem, weißem und Rosé-Wein bieten Weingeschäfte und Winzer oft auch orangefarbenen Wein an, der inzwischen bei immer mehr Menschen auf Zustimmung trifft und sich zu einem echten Trend entwickelt hat. Für Wein-Anfänger ist er allerdings nicht immer die richtige Wahl und in jedem Fall erklärungsbedürftig.

Bei dem orangefarbenen Wein handelt es sich um einen weißen Wein, der aber ähnlich wie ein Rotwein hergestellt wird. Im Detail bedeutet dies, dass die Weißweintrauben zusammen mit den Beerenschalen, der Maische, vergoren werden und so mehr Tannine und Farbstoffe extrahieren. Auch geschmacklich ist das Ergebnis ein völlig anderes, als wir es von herkömmlichen Weinen gewohnt sind.

Und auch wenn sich ein regelrechter Hype um den wie Bernstein schimmernden Wein entwickelt hat, ist er ganz sicher nicht jedermanns Sache. Wer nicht weiß, was er da trinkt, könnte sogar zunächst etwas irritiert sein. Während orangefarbener Wein von vielen Kennern als komplex und einzigartig beschrieben wird, erinnert er manch anderen geschmacklich an gärendes Obst oder sogar Fäulnis. Es ist also von Vorteil, die ersten Gehversuche durch das Land der orangefarbenen Weine mit einem Experten an der Seite zu machen oder sich auch erst einmal an die leichten Varianten herantasten. Die leichteren Weine enthalten weniger Tannine und eignen sich besonders als Aperitif.

Durch die komplexe Struktur des Weines, der sowohl in Geruch und Geschmack leicht gärende Nuancen beinhaltet, trinkt er sich am besten zu einfachen Gerichten: Tolles Brot, Butter und Meersalz geben dem Geschmackserlebnis des orangefarbenen Weins die nötige Aufmerksamkeit. Am besten tastet man sich an den Wein heran, indem man sich in einer Weinbar beraten lässt. So kann man herausfinden, ob man beim nächsten Ma(h)l nur ein Glas zu einer Speise im Menü oder gleich eine ganze Flasche wählt.

Ist die Entscheidung dann gefallen und die Liebe zu dem orangefarbenen Wein groß, bleibt die Frage, wo man die besten Sorten bekommt. Viele deutsche Winzer haben sich bereits mit orangenfarbenen Weinen beschäftigt und so gibt es neben preiswerten Varianten um die fünf Euro auch schon exklusive Abfüllungen von bis zu 50 Euro.