Optimismus auf dem Börsenparkett

Positive Vorgaben von der Wall Street und ein sich stabilisierender Euro-Kurs versetzen deutsche Aktienanleger am Donnerstagmorgen in Kauflaune. Das Frankfurter Börsenbarometer startet mit Gewinnen in den Handel.


Mitte der Woche hatten sich hiesige Aktienanleger von Wall-Street-Investoren den Schneid abkaufen lassen – am Donnerstag holen sie ihn sich zurück: Die Wall Street war am Mittwochabend erstmals über der Marke von 26.000 Punkten aus dem Handel gegangen und und hatte gegenüber Dienstag um 1,3 Prozent zugelegt. Das beflügelt Anleger rund um den Globus.

Asiens Börsen reagierten bereits mit Kursgewinnen, und auch für den Dax ging es am Donnerstagmorgen zum Handelsstart zunächst aufwärts. Der Dax gewann in den ersten Handelsminuten 0,5 Prozent auf 13.241 Punkte. Am Mittwochabend war der Dax 0,4 Prozent tiefer bei 13.184 Punkten aus dem Handel gegangen. Unterstützend wirkt auch der Kurs des Euros, der sich am Donnerstagmorgen nach Kursverlusten am Vortag bei 1,22 Dollar stabilisierte.

Zudem dürften Anlegern die aktuellen Konjunkturdaten aus China gefallen. Die Wirtschaft der zweitgrößten Volkswirtschaft ist 2017 um 6,9 Prozent gewachsen. Das berichtete das Pekinger Statistikamt am Donnerstag. Damit beschleunigte sich das Wachstum des Landes erstmals seit 2010 wieder. Ökonomen werteten die jüngsten Daten als positives Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, warnten aber auch vor weiterhin bestehenden Risiken wie hohen Unternehmensschulden und einem möglichen Handelsstreit mit den USA. „Mit China und den USA hat die globale Wirtschaft nach wie vor zwei starke Lokomotiven“, sagte Stratege Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.


Stark gefragt waren die Aktien des Chip-Konzerns Infineon, die als größter Dax-Gewinner 2,5 Prozent zulegten. Anleger folgten einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs, die die Titel auf „Buy“ von „Neutral“ hochstuften. Zudem nahm die Société Générale die Papiere mit „Buy“ auf.

Mit Interesse werden Börsenanleger den Bericht der EU-Kommission zu faulen Krediten in den Büchern europäischer Banken lesen, der im Laufe des Tages veröffentlicht werden soll.

In New York legt Morgan Stanley als letzte der großen US-Banken Zahlen für das vierte Quartal 2017 vor. Experten erwarten Verluste aufgrund von Einmaleffekten der US-Steuerreform. Nach Börsenschluss in Frankfurt legt der schließlich der weltgrößte IT-Dienstleister IBM Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal vor. Analysten rechnen mit Zuwächsen im Geschäft mit Cloud-Computing und Datenanalyse.

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