Optimale Pflege: Serum oder Gesichtscreme zur Nacht, was ist besser?

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style

Jede Haut ist anders, aber für die meisten von uns ist eine feuchtigkeitsspendende Tagescreme ein Muss. Bei der abendlichen Beauty-Routine stellt sich allerdings die Frage: Muss es für die Nacht wirklich eine reichhaltige Pflege sein oder genügt nicht doch ein leichtes Serum?

Muss Nachtpflege wirklich immer reichhaltig sein? (Bild: Getty Images)

Was die Haut nachts benötigt, zeigt sich schon tagsüber: Wenn das Gesicht morgens nach dem Eincremen bereits nach kurzer Zeit wieder spannt, benötigt es reichhaltigere Pflege und mehr Feuchtigkeit. Wer hingegen nach der Reinigung am Morgen auch ohne Creme kein Spannungsgefühl verspürt, für den reicht eventuell auch eine leichte Pflege in Form eines Serums.

Doch was genau steckt in einem Serum?

Es handelt sich dabei um eine Intensivpflege fürs Gesicht, die je nach Hersteller Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Vitamine und Q10 in konzentrierter Form enthält. Durch die wässrige oder manchmal auch gelartige Textur ziehen Seren besonders schnell in die Haut ein. Rückfettende Stoffe, die für anspruchsvollere Gesichtshaut notwendig sind, fehlen allerdings meist.

Ein Serum allein reicht daher nur wenigen als Ersatz für Tages- oder Nachtpflege aus. Insbesondere im Winter ist die Haut stark beansprucht und braucht zusätzliche Feuchtigkeit – kaltes Wetter und trockene Heizungsluft sorgen sonst häufig für fahle Haut, zusätzliche Fältchen und sogar schuppige Stellen.

Nachtpflege, aber richtig

Nach der Reinigung am Abend ist es daher besonders für trockene Hauttypen ratsam, zunächst ein Serum aufzutragen und dies leicht einzuklopfen. Die konzentrierten Inhaltsstoffe können Verfärbungen minimieren, das Zellwachstum unterstützen und freie Radikale durch Umweltbelastungen bekämpfen. Anschließend sollte eine Nachtcreme verwendet werden – vor allem im Winter.

Fettiger und zu Akne neigender Haut genügt abends hingegen ganzjährig ein Serum, das die Haut atmen lässt. Zu viel Fett würde Irritationen und Pickel nur noch fördern.

Tag- und Nachtpflege unterscheiden

Wichtig ist, den Unterschied zwischen Tag- und Nachtcremes zu kennen. Tagespflege ist oft leichter und zieht schneller ein, Nachtcremes dagegen bieten eine reichhaltigere Pflege. Der Grund: Nachts ist die Haut besonders aufnahmefähig für Pflegestoffe. Wer besonders trockene Haut hat, sollte darauf achten, silikon- und mineralölfreie Produkte zu verwenden und stattdessen auf Cremes mit natürlichen Ölen zurückzugreifen – diese werden von der Haut aufgenommen, statt nur oberflächlich die Poren zu verschließen.