Opfer sagt aus: U-Bahn-Treter-Prozess: "Ich war völlig gedankenverloren"

Gefährliche Körperverletzung auf Treppe – Polizei bittet um Mithilfe Polizeimeldung vom 08.12.2016 Neukölln Mit der Veröffentlichung einer Videosequenz aus einer Überwachungskamera bittet die Polizei um Mithilfe bei der Identifizierung mehrerer Männer. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde eine 26 Jahre alte Frau am Donnerstag, den 27. Oktober 2016, gegen 0.20 Uhr von einem unbekannten Mann ohne erkennbaren Grund in den Rücken getreten, als sie auf dem U-Bahnhof Hermannstraße eine Treppe hinunter ging und dadurch in die Tiefe stürzte. Der Tatverdächtige befand sich in einer Gruppe von mehreren Männern, die sich nach dem Sturz der jungen Frau auch nicht um sie gekümmert haben sollen. Andere Passanten kamen der 26-Jährigen zur Hilfe und alarmierten Polizei und Feuerwehr. Sie kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus

Zum Auftakt des Prozesses gegen "U-Bahn-Treter" Svetoslav S. drehte sich alles um den Angeklagten, seine Person und die von ihm bereits eingestandene Tat. Am zweiten Verhandlungstag vor gut gefüllten Presse- und Zuhörerplätzen am Donnerstag stand hingegen die mit Spannung erwartete Aussage des Opfers an. Jana K. heißt die junge Frau, die im Oktober vergangenen Jahres vom Angeklagten im U-Bahnhof Hermannstraße die Treppe hinunter getreten wurde und die damit unfreiwillig zu einer Hauptdarstellerin auf dem tausendfach angesehenen Video aus der Überwachungskamera geriet.

Die 26-jährige Studentin war in der Tatnacht auf dem Weg von einer Freundin nach Hause. Mit einiger Sicherheit hätte sie den U-Bahnhof an der Hermannstraße gar nicht betreten, wäre ihr nicht die S-Bahn vor der Nase weggefahren, wie sie dem Gericht am Donnerstag schilderte. Um bei schon recht kühlen Nachttemperaturen Ende Oktober nicht im Freien auf die nächste Bahn warten zu müssen, ging sie hinunter auf den U-Bahnsteig.

Verteidiger: Was war in der Flasche auf der Treppe?

"Ich war völlig gedankenverloren, hörte über Ohrstöpsel Musik und habe überhaupt nicht auf mein Umfeld geachtet", beschrieb die 26-Jährige das Geschehen. Von der Tat weiß sie nach eigenen Angaben nur noch, dass sie plötzlich und völlig unerwartet vornüber stürzte und schließlich auf dem U-Bahnsteig landete.

Dort kümmerten sich sofort zwei Passanten um das Opfer. Unerträgliche Schmerzen von einer großen Platzwunde am Kopf und einem Bruch im linken A...

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