Umbau zur Diktatur: „Putsch in Venezuela im Gange” – Rebellion gegen Maduro

Die befürchtete Errichtung einer Diktatur hat in Venezuela eine Rebellion gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro ausgelöst. Bei der sogenannten „Operation David“ griff eine bewaffnete Gruppe am Sonntag den Militärkomplex Paramacay in Valencia, 170 Kilometer westlich von Caracas, an. Der Angriff konnte nach Militärangaben niedergeschlagen werden. Die Sozialisten sprachen von einer „Terror-Attacke“. Sieben Menschen wurden festgenommen. Es soll versucht worden sein, das Waffenlager der Kaserne einzunehmen.

Schüsse sollen gefallen sein, Hubschrauber kreisten über dem Komplex, die Umgebung wurde abgeriegelt. Es war unklar, ob es weitere Aktionen gab - das Ereignis zeigt, dass es auch im Militärapparat Risse gibt.

Anführer soll ein abtrünniger Militär mit Namen Juan Caguaripano gewesen sein. Er war seit 2014 untergetaucht. In einem im Internet verbreiteten Video mit bewaffneten Soldaten, dessen Authentizität unklar war, sagte er, es gehe um einen Aufstand von Militärs und Zivilisten, „um die völlige Zerstörung des Landes zu verhindern“. Er warf Maduro vor, eine „mörderische Tyrannei“ geschaffen zu haben.

120 ermüdende Protest-Tage

Einer der führenden Sozialisten, Diosdado Cabello, sagte, im Rest des Landes gebe es keine Aufstände. „Absolute Ruhe bei den anderen Militäreinheiten.“ Dazu gab es aber widersprüchliche Angaben. Unklar war, wie viele Soldaten beteiligt waren. Auf Flugblättern soll die Bevölkerung zur Unterstüzung des Aufstandes aufgerufen worden seien.

Zuvor hatte am Samstag die scharf kritisierte neue Verfassungsgebende Versammlung in der ersten Arbeitssitzung...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung