Online-Masche: Betrug mit Ferienhäusern - Gericht verhängt Haftstrafen

Das Landgericht verurteilt einen vorbestraften 45-Jährigen zu fünf Jahren Haft. Seine Komplizin erhält eine Bewährungsstrafe.

Die Sache war äußerst professionell aufgezogen: schöne bunte Kataloge, schicke, komfortable Ferienhäuser – und dann auch noch recht preiswert. Sehr oft befanden sich die Domizile – angeblich – in herrlichen Lagen auf Mallorca oder am Gardasee. Dafür wurden Fotos aus anderen Katalogen verwendet.

Die Internetseiten waren so angelegt, dass die betrügerischen Anzeigen in Suchmaschinen weit oben auftauchten. Dutzende Kunden fielen darauf herein, überwiesen als Anzahlung Summen von bis zu 3150 Euro. Doch die Ferien fanden dann nicht statt, jedenfalls nicht in diesen gemieteten Häusern. Der übergroße Teil der betrogenen Kunden wird auch lange darauf warten müssen, sein Geld zurückzubekommen. Der Schaden liegt im aktuellen Verfahren bei 139.000 Euro.

Organisiert und durchgeführt wurde dieser Betrug von einer osteuropäischen Bande. Die meisten Mitglieder werden immer noch gesucht. Nur zwei von ihnen konnten von den Ermittlern gefasst und am Dienstag von einer Moabiter Strafkammer verurteilt werden: Bei dem 45-jährigen Cristian M. sind es fünf Jahre und ein Monat Freiheitsstrafe. In dieses Urteil wurde eine Vorstrafe mit einbezogen. Die 26-jährige Georgina B. bekam eine zweijährige Bewährungsstrafe. Sie soll auf Weisung des Gerichts zudem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Richter: Angeklagte mussten "die Drecksarbeit" machen

In beiden Fällen erfolgten die Verurteilungen wegen Betruges und Urkundenfälschung, beides gewerbs- und bandenmäßig durchgeführt.

Cristian M. und Georgina B. se...

Lesen Sie hier weiter!