Online einkaufen – so schützen Sie sich vor Betrug

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Weihnachtseinkäufe online erledigen ist sehr bequem und spart Zeit. Damit die Shoppingtour im Internet nicht zum Reinfall wird und die Geschenke auch wirklich pünktlich ankommen, sollten Sie ein paar Regeln beachten. Das Verbrauchermagazin Finanztest erklärt, wie Sie beim Einkaufen im Internet auf der sicheren Seite sind.

Wer in der Vorweihnachtszeit shoppen geht, braucht starke Nerven. Parkplatzsuche, hektische Menschen, volle Geschäfte, Tüten schleppen – das mag nicht jeder und viele schon gar nicht nach einem ohnehin schon stressigen Arbeitstag.

Einfacher lassen sich die Einkäufe im Internet erledigen – das erweist sich für manchen gerade in der Vorweihnachtszeit als wahres Shopping-Paradies. Auch deshalb, weil im Netz so manche Waren zu viel günstigeren Preisen zu haben sind, als im Laden um die Ecke.

Der Internethandel ist längst ein Milliardengeschäft. „Mehr als 44 Milliarden Euro wurden 2016 allein in Deutschland durch Internethandel umgesetzt. Prognosen zufolge werden es in 2017 46 Milliarden Euro sein“, berichtet das Verbrauchermagazin Finanztest.

Die Experten warnen aber davor, zu arglos im Internet auf Shoppingtour zu gehen. Denn manchmal ist der Online-Einkauf auch riskant. Im schlimmsten Fall erweist sich ein vermeintlicher Anbieter als Betrüger, die Ware kommt nie an und das Geld ist weg.

Achtung bei „zu günstigen“ Angeboten

Vorsichtsmaßnahmen können vor Betrug relativ zuverlässig schützen. Misstrauisch sollten Sie etwa grundsätzlich werden, wenn Sie auf extrem günstige Angebote stoßen. Besonders gelte das auch für Markenware, erklären die Verbraucherschützer. „Außerdem sollten Sie Ihre Auszüge von Girokonto und Kreditkarte regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen kontrollieren. Die können Sie zurückholen“, so Finanztest.

Ist Ihnen der Onlineshop, bei dem Sie bestellen wollen, noch nicht bekannt, sollten Sie nach dem Impressum der Seite suchen. Dort sollten Inhaber, Standort und der Handelsregistereintrag zu finden sein.

Der Standort eines Anbieters kann auch wichtig sein, wenn es um Lieferzeiten, Zollgebühren oder um Garantieansprüche, Rückgabe sowie Umtausch der Ware geht. Das kann schnell zu Schwierigkeiten führen, wenn sich der Sitz des Anbieters im Ausland befindet.

Gütesiegel checken

Shops seriöser Anbieter sind zudem meist mit Gütesiegeln ausgezeichnet. Findet sich auf der Internetseite ein sogenanntes „Trusted-Shop“-Siegel, ist das ein Hinweis auf einen zuverlässigen Verkäufer. Allerdings sollten Sie auch das überprüfen. „Es gibt auch Fake-Siegel. Ein echtes öffnet sich beim Draufklicken“, so die Verbraucherschützer. Mit einem Klick auf das jeweilige Siegel gelangen Sie zu der Seite des Siegelanbieters und finden so weitere Informationen und Kundenbewertungen zu dem jeweiligen Shop-Betreiber.

Sichere Zahlungsmethode wählen

Wenn es an den Bezahlvorgang geht, ist es wichtig, eine sichere Methode zu wählen. Für Kunden am günstigsten ist die Bestellung auf Rechnung. Die Ware wird nur dann bezahlt, wenn sie ankommt, gefällt und nicht zurückgeschickt oder umgetauscht wird. Auch über Lastschrift oder per Kreditkarte geleistete Zahlungen können zurückgeholt werden, wenn etwas schief geht.

Der Bezahldienst Paypal bietet ebenfalls Käuferschutz. Allerdings nur bei der Bezahlfunktion, nicht bei den anderen Diensten. Vermeiden Sie deshalb etwa Bezahlen über ,Geld-für-Freunde‘.

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Opfer von Betrügern wird, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten, rät Finanztest. Im Jahr 2016 lag die Aufklärungsrate der angezeigten Fälle immerhin bei 38,7 Prozent.

Den vollständigen Bericht von Finanztest zum Thema „Sicher im Netz“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

Lesen Sie auch:

Acht sichere Zeichen, an denen Sie einen Fake-Shop erkennen

Neue Handys: Endlich Akku satt

Im Test: Notebooks und Ultrabooks

Test: Die beste Antivirensoftware

Faszinierender Trick: Batterien testen ohne Messgerät

Handy verkaufen – Daten sicher löschen

Achtung Identitätsdiebstahl! Fast jeder Vierte ist betroffen

Handytarife aus dem Supermarkt

Präsente online kaufen – das sollten Sie beachten

E-Books vom Discounter: Aldi macht Amazon und Tolino Konkurrenz