Omikron-Experte optimistisch: "Impfung ist das, was uns aus der Welle herausholt"

·Lesedauer: 2 Min.
Der aus Südafrika zugeschaltete Virologe Wolfgang Preiser zeigte sich im ZDF-"Morgenmagazin" zuversichtlich: "Wir bewegen uns mit großen Schritten in die Richtung einer Endemie." (Bild: ZDF)
Der aus Südafrika zugeschaltete Virologe Wolfgang Preiser zeigte sich im ZDF-"Morgenmagazin" zuversichtlich: "Wir bewegen uns mit großen Schritten in die Richtung einer Endemie." (Bild: ZDF)

Er ist Teil des Forscherteams, das die Omikron-Variante im November entdeckt haben. Nun hat der aus Südafrika zugeschaltete Virologe Wolfgang Preiser im ZDF-"Moma" einen Ausblick auf den weiteren Verlauf der aktuellen Corona-Welle gegeben.

Die Booster-Impfkampagne in Deutschland läuft weiterhin auf Hochtouren. Zum Schutz vor der neuen Virusvariante Omikron soll diese sogar noch schnellstmöglich ausgeweitet werden. Doch bietet die dritte Impfung wirklich ausreichend Schutz vor der hochinfektiösen Variante? Diese Frage stellte die Moderatorin Harriet von Waldenfels am Montag im "ZDF-Morgenmagazin" einem der Forscher, die Omikron zuerst entdeckt haben: dem aus Südafrika zugeschalteten Virologen Prof. Wolfang Preiser von der Stellenbosch University in Kapstadt,

Wie Preiser klarstellte, könne man sich selbst mit der Dreifach-Impfung infizieren - doch die Krankheit verlaufe bei ausreichendem Immunschutz meist mild. "Die Impfung ist das, was uns aus der Omikron-Welle herausholt", so der Wissenschaftler. Omikron sei hochinfektiös und könne den Impfschutz durchbrechen, doch der Verlauf sei dadurch, dass viele eine Grundimmunität hätten, weniger schwer, so Preiser.

"Bewegen uns mit großen Schritten in die Richtung einer Endemie"

In Südafrika, wo die Virusvariante im November erstmalig entdeckt wurde, habe sich die Lage inzwischen etwas beruhigt. "Die Krankenhausaufnahmen, beziehungsweise die schwersten Verläufe, steigen nicht in dem Maße an, in dem wir das befürchtet hatten", berichtete Preiser. Er betonte jedoch, dass man Deutschland und Südafrika nicht unbedingt vergleichen könne. In Südafrika sei durch vorherige Infektionen bei einem großen Teil der Bevölkerung eine Grundimmunität vorhanden. Zudem seien viele Menschen bereits durch das Coronavirus gestorben. Der Wissenschaftler sorge sich deshalb um die Menschen in Deutschland, die Teil einer Risikogruppe seien und "noch nicht geimpft und zum größten Teil auch sicherlich noch nicht genesen".

Weiterhin hoffe Preiser, dass das Virus 2022 global den gleichen Weg einschlage wie Südafrika. Dort sei die Quarantäne mittlerweile abgeschafft: "Wir sehen das Ganze jetzt sehr viel leichter und bewegen uns mit großen Schritten in die Richtung einer Endemie." Preiser sei optimistisch, dass sich das Virus nun nach und nach zu einer normalen Erkältung entwickle.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.