"Omi-Opi-Fan" gefasst: Diese Frau hat Schuld am Massensturz

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"Omi-Opi-Fan" gefasst: Diese Frau hat Schuld am Massensturz
"Omi-Opi-Fan" gefasst: Diese Frau hat Schuld am Massensturz

Jetzt gibt es also doch noch den langersehnten Fahndungserfolg:

Vier Tage nach dem durch eine Zuschauerin verursachten Massensturz zum Auftakt der Tour de France in der Bretagne ist die gesuchte Frau durch die örtliche Polizei festgenommen worden. (Alle wichtigen Begriffe der Tour de France)

Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit Verweis auf Ermittlerkreise. Die Verdächtige sei demnach eine Französin. (NEWS: Alles zum Radsport)

"Omi-Opi-Fan" drohen Gefängnis und Schadenersatz-Zahlung

Weiteren Angaben zufolge soll die 31-Jährige aus der Region Finistére stammen und bisher polizeilich nicht auffällig geworden sein.

Die Polizei hatte bereits am Samstagabend einen Zeugenaufruf in den sozialen Medien formuliert. Ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde eingeleitet, der Zuschauerin drohen bis zu drei Monate Freiheitsstrafe und 15.000 Euro Geldbuße, hinzu kommt der Tatbestand der Unfallflucht. Zudem könnten Schadenersatzforderungen gegen die Täterin erhoben werden.

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Zur Erinnerung: Rund 45 Kilometer vor dem Ziel der ersten Tour-Etappe in Landerneau war am Samstag eine junge Frau mit dem Rücken zum heranrasenden Feld auf die Straße getreten. (Alle Etappen der Tour de France 2021).

"Allez Omi-Opi": Fan sorgt für Massen-Crash

In den Händen trug sie ein Schild mit der Aufschrift "Allez Omi-Opi" und hielt dieses lachend in die Motorrad-Kamera. Der deutsche Profi Tony Martin an der Spitze des Peloton prallte aus voller Fahrt in das Plakat, was einen Massensturz auslöste. Mindestens 30 Fahrer kamen zu Fall, ein Dutzend zog sich Verletzungen zu. (BERICHT: Scharfe Kritik nach Tour-Stürzen)

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Polizeiangaben zufolge hat sich die Frau danach vom Unfallort entfernt. Aufgrund der Aufschrift auf dem Schild war ihre Herkunft im deutschsprachigen Raum vermutet worden. (NEWS: Tour will Zuschauerin verklagen)

Ein Sprecher des Veranstalters ASO erklärte in der Zeitung Le Figaro: "Die Zuschauerin bekam Angst und ist deshalb geflohen. Das war nicht absichtlich, es war einfach unaufmerksam. Sie wollte den Fahrern nicht schaden."

Auf eine Anzeige wurde gleichwohl nicht verzichtet: "Damit die Fahrer und die Teams, insbesondere die ausländischen Teams, rechtlichen Beistand haben", fügte der Sprecher an.

Der mit ermittelnde Lieutenant Colonel Joël Scherer sagte der AFP: "Die Helden sind die Rennfahrer, nicht die Leute, die kommen, um eine Nachricht mit einem Schild ins Fernsehen zu bringen."

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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