Kein Olympiastart: CAS weist Einspruch von Para-Athlet ab

·Lesedauer: 1 Min.
Kein Olympiastart: CAS weist Einspruch von Para-Athlet ab
Kein Olympiastart: CAS weist Einspruch von Para-Athlet ab

Der beidseitig unterschenkelamputierte US-Sprinter Blake Leeper ist in seinem Kampf um eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio auch vor dem CAS gescheitert. (Alles zu Olympia)

Der Internationale Sportgerichtshof wies am Freitag den Einspruch des 31-Jährigen gegen eine Entscheidung des Leichtathletik-Weltverbands World Athletics (WA) aus dem vergangenen April ab. Leeper wollte mit seinen speziellen Prothesen auch bei großen Wettkämpfen nicht behinderter Sportler starten.

WA vertrat schon im vergangenen Jahr die Ansicht, dass Leepers Prothesen ihm einen signifikanten Größenvorteil verschaffen. Diese Einschätzung wurde im April nach neuerlichen Untersuchungen durch den WA-Ausschuss zur Überprüfung mechanischer Hilfsmittel gestützt.

"Die Benutzung der Karbonfaser-Prothesen verschafft Blake Leeper eine Beinlänge von 104 Zentimetern und eine Körperlänge von 184 Zentimetern, was einen Vorteil gegenüber jenen Läufer bedeutet, die diese Prothesen nicht verwenden", hieß es damals in der Urteilsbegründung. Leeper wäre mit den Prothesen rund 15 Zentimeter größer als mit seinen natürlichen Beinen.

Demnach dürfe Leeper nicht mit diesen Prothesen bei Olympischen Spielen oder anderen großen Wettkämpfen unter dem WA-Dach laufen, bei weiteren Veranstaltungen müsste er gesondert gewertet werden.