Olympiasiegerin Ludwig kritisiert Turnierkalender

Laura Ludwig (rechts) sorgt sich um den Terminkalender im Beachvolleyball

Olympiasiegerin und Weltmeisterin Laura Ludwig hat den Turnierkalender im Beachvolleyball kritisiert. "In diesem Jahr waren es vier Saisonhöhepunkte in fünf Wochen. Das ist körperlich und auch mental nicht zu wuppen, wenn du immer ganz oben stehen willst", sagte die 31-Jährige der FAZ.

Die Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, das World-Tour-Finale und die deutschen Meisterschaften lagen diesmal dicht beieinander. Ludwig und ihre Partnerin Kira Walkenhorst  hatten zwei Titel geholt, das EM- und DM-Halbfinale aber verpasst.

Problem sind zu viele Verbände

Der Grund für den straffen Kalender sei einfach. "Das Problem ist, dass wir unterschiedliche Verbände haben: Weltverband, Major Series, europäischer Verband und deutscher Verband. Die haben alle ihre eigene Planung", so Ludwig: "Und das ist dann relativ schwierig zu koordinieren – anscheinend." Zuletzt hatte bereits der Trainer des Duos seinem Ärger über den Kalender Luft gemacht. "Wer so etwas plant, hat keine Ahnung von Sport", sagte Jürgen Wagner Anfang des Monats.

Probleme mit der Einstellung hat das erfolgreichste deutsche Team nicht. "Die Motivation war in den vergangenen Jahren von allein da. Man hatte das große Ziel, Olympia zu gewinnen oder Weltmeister zu werden", sagte Walkenhorst. Nach den Olympischen Spielen von Rio seien beide laut Ludwig aber "in ein Loch gefallen. Deswegen hatten wir auch die Zeit gebraucht. Wir hatten elf ballfreie Wochen. Dann haben wir uns gefragt: Haben wir noch Bock? Beachvolleyball ist unser Hobby gewesen. Jetzt ist es unsere Arbeit."