Olympiasieger Johnson sorgt sich um die Leichtathletik

Olympiasieger Johnson sorgt sich um die Leichtathletik

Der viermalige Olympiasieger Michael Johnson sorgt sich um die Zukunft der Leichtathletik und wehrt sich gegen eine zu starke Fokussierung auf Stars. "Ich sehe nicht, dass wir wirklich junge Fans für den Sport begeistern. Ich denke, der Sport muss herausfinden, wie er relevant für eine neue Generation von jungen Menschen wird", sagte Johnson.
Der US-Amerikaner, der in Atlanta 1996 Olympiasieger über 200 m und 400 m wurde sowie 1992 in der 4x400-m-Staffel und 2000 erneut über 400 m triumphierte, lehnt eine einseitige Fokussierung auf Stars wie den zurückgetretenen Jamaikaner Usain Bolt ab. "Es hilft natürlich, wenn man große Persönlichkeiten in einer Sportart hat. Aber ein Sportart sollte sich nicht nur darauf verlassen", erklärte der 50-Jährige: "Was macht man, wenn diese dann nicht mehr da sind?"
Vielmehr solle der Wettbewerb zwischen den Athleten im Mittelpunkt stehen. "Wir wissen nicht, wer gewinnt. Deshalb schauen wir zu", sagte Johnson: "Man schaut nicht nur zu, um ein Interview mit einem Athleten zu sehen oder seine Lebensgeschichte. Das ist nur das i-Tüpfelchen."