Olympia-Stars im täglichen Kampf mit dem Noro-Virus

In Pyeongchang kämpfen die deutschen Wintersport-Stars ab dem heutigen Freitag um Medaillen. Dabei stellt der, sich schnell verbreitende, Noro-Virus eine stetig präsente Gefahr dar.

Die Kontrollen in Pyeongchang sind streng. (Bild: Getty Images)

128 neue Fälle des Noro-Virus wurden seit dem 1. Februar in der Olympiastadt festgestellt, 1.200 Personen wurde inzwischen zur Sicherheit isoliert. Eine weitere Verbreitung des Virus soll um jeden Preis vermieden werden.

Erste Symptome sind unter anderem Erbrechen, Durchfall sowie Fieber und bedeuten damit für die Athleten im Olympischen Dorf eine enorme Gefahr im Kampf um die Medaillen. Die Vorsichtsmaßnahmen sind deshalb stets einzuhalten.

Kein Handschlag zur Begrüßung

In der Bild erklärt der deutsche Team-Arzt Mark Dorfmüller: “Das Allerwichtigste ist, seine Hände regelmäßig zu waschen. Mehrmals am Tag und immer vor dem Essen. Dazu sollte man Desinfektionsmittel benutzen. Die Athleten haben immer eine kleine Flasche am Mann, aber auch an vielen Orten stehen Spender bereit, das ist sehr gut organisiert.“

Dessen nicht genug. Auch das Händeschütteln als Begrüßung ist vorerst von den Sportlern abgeschafft worden. Shorttrackerin Anna Seidel ist inzwischen auf “die Faust” umgestiegen.

Bislang kein Sportler betroffen

Türen sollen derweil nur mit dem Ärmel geöffnet werden, da Klinken ein großes Potenzial dazu bieten, als Überträger des Virus zu wirken. Noch weiter gehen die Norweger, die in den öffentlichen Bereichen des Dorfs stets Handschuhe tragen.

Während im olympischen Dorf einige Plakate auf den Virus hinweisen, wurden die einzelnen Teams auch von ihren zuständigen Ärzten informiert. Die Methoden scheinen zu wirken, hat sich doch bislang kein Sportler infiziert. Es betrifft bislang vor allem Sicherheitskräfte und andere Helfer.

Aufnahme auch über Wasser möglich

Nicht nur die Hände bedürfen eines Schutzes. Das IOC teilte zuletzt mit, in einigen der Fällen von betroffenen Personen die Aufnahme über verschmutztes Wasser zu vermuten. Somit steht auch die Getränkeaufnahme unter genauer Beobachtung.

Ähnliche Ausmaße wie im vergangenen Sommer in London sollen vermieden werden. Bei der Leichtathletik-WM waren mehrere Sportler vom Virus angesteckt worden und mussten die Teilnahme an ihren Wettkämpfen absagen.