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Olympia? So ist der Stand bei Boll

Olympia? So ist der Stand bei Boll
Olympia? So ist der Stand bei Boll

Gut elf Monate vor den Sommerspielen in Paris nimmt der deutsche Tischtennis-Star Timo Boll seine siebte Olympia-Teilnahme wieder konkret ins Visier. Der im Frühjahr mehrere Monate verletzt ausgefallene Rekordeuropameister kündigte wenige Tage vor dem Bundesliga-Saisonstart sein internationales Comeback nach fast einjähriger Abstinenz für die Mannschafts-EM im schwedischen Malmö (10. bis 18. September) an.

„Olympia ist natürlich mein Fernziel. Gefühlt befinde ich noch im Aufbau, aber ab Januar werde ich performen und Leistung bringen müssen, damit ich für Paris nominiert werde. Die EM wird mir dabei gut tun, denn ich werde da in relativ kurzer Zeit viele Spiele haben, und das ist das, was ich brauche, um Form aufzubauen“, sagte Boll am Mittwoch dem SID am Rande eines Medientermin seines Vereins Borussia Düsseldorf.

Boll zog sich Schulterverletzung zu

Boll hatte im vergangenen Mai wegen einer Verletzung in der Schulter seines linken Arms seine Teilnahme an der Einzel-WM absagen müssen. Von den nachfolgenden Europaspielen in Krakau kehrte der 43-Jährige ohne Einsatz zurück.

Erst danach feierte Boll Anfang Juli bei Düsseldorfs erfolgreicher Verteidigung des Meistertitels im Bundesliga-Finale gegen den 1. FC Saarbrücken seine Rückkehr an den Tisch. Auf internationaler Turnierebene schlug Boll letztmals Ende Oktober vergangenen Jahres beim WTT-Cup in Xianxiang/China auf.

Im Falle seiner Qualifikation für Paris würde Boll 24 Jahre nach seinem Olympia-Debüt in Sydney den deutschen Rekord für die meisten Teilnahmen an Sommerspielen einstellen. Bisher gehörten nur die Olympiasieger Ludger Beerbaum (Springreiten) und Ralf Schumann (Schießsport) siebenmal im Sommer einer deutschen Olympia-Mannschaft an.

Für den langen Endspurt Richtung Paris sieht sich Boll, der mit seinem Klub am Sonntag (16.00 Uhr/Dyn) gegen die TTF Ochsenhausen in die Mission Titelverteidigung einsteigt, zunehmend gut gerüstet. Durch die überwiegende Athletikarbeit seit dem Bundesliga-Finale „kann ich inzwischen wieder härter trainieren und habe wieder mehr Vertrauen in meinen Körper“.