Freiwürfe absichtlich verworfen! Bizarrer Sieg für Deutschland

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Freiwürfe absichtlich verworfen! Bizarrer Sieg für Deutschland
Freiwürfe absichtlich verworfen! Bizarrer Sieg für Deutschland

Gezittert, gewackelt, aber nicht gefallen. Der Olympia-Traum lebt weiter für die deutschen Basketballer. (Basketball: Spielplan und Ergebnisse der Olympia-Qualifikation 2021)

"Wir feiern natürlich noch nicht", sagte Bundestrainer Henrik Rödl, nachdem beim Qualifikationsturnier in Split der Sprung ins Halbfinale gelungen war. Durch ein schwer erkämpftes 69:67 (32:35) im letzten Vorrundenspiel gegen Russland sicherte sich das Nationalteam den Gruppensieg und trifft am Samstag auf Gastgeber Kroatien oder Tunesien.

"Ich bin sehr stolz auf dieses Team, sie haben wieder viel Charakter gezeigt", so Rödl: "Jeder hat seinen Anteil geleistet. Ich bin extrem stolz." Nun habe das Team "eine Chance, noch etwas länger im Turnier zu bleiben". Allerdings ist weiter Luft nach oben.

Thiemann verwirft von der Linie absichtlich

Die Ausgangslage war einfach: Eine Niederlage mit bis zu sechs Punkten hätte sich die deutsche Mannschaft nach dem mühevollen Auftaktsieg gegen Mexiko (82:76) für den Einzug in die Runde der letzten Vier erlauben dürfen. Eine zwar komfortable, aber auch nicht ganz ungefährliche Situation.

Und dazu noch eine, die ein kurioses Ende des Spiels zur Folge hatte. Trotz einer Ein-Punkte-Führung im Rücken (68:67) setzte Johannes Thiemann elf Sekunden vor Schluss absichtlich zwei Freiwürfe daneben, damit die Russen keine Verlängerung erzwingen konnten. Denn es ist nicht möglich, aus dem Feld nur einen Punkt zu erzielen. Im Falle eines Unentschiedens hätte das DBB-Team in der Overtime doch noch scheitern können.

Deutschland ohne Bonga

Rödl musste im wegweisenden Duell wegen einer Oberschenkelprellung ohne Isaac Bonga auskommen. Nach dem nervösen Beginn gegen Mexiko, das der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) das Leben bis ins letzte Viertel äußerst schwer gemacht hatte, gab es erneut schnell Probleme. Drei Ballverluste in 90 Sekunden spielten dem Gegner in die Karten.

Russland, für Rödl "einer der Favoriten auf den Turniersieg", fand gerade offensiv viel besser seinen Rhythmus. Wie schon am Dienstag musste der Trainer früh eine Auszeit nehmen (7:17/7. Minute). Es galt, den nächsten Fehlstart zu besprechen.

Danach lief es besser. Kapitän Robin Benzing ging voran und verhinderte mit zwei Blocks einen höheren Rückstand, vorn ging die Quote hoch, und Danilo Barthel traf nach einem Lauf zur ersten Führung (20:19/13.). Im niveauarmen Duell konnte sich bis zur Pause kein Team absetzen.

"Here we go", sagte Rödl vor Wiederbeginn, doch es hakte weiter. Erstmals gerieten die DBB-Korbjäger jetzt mit mehr als sechs Punkten in Rückstand (41:49/27.). Mit einem 50:53 ging es ins Schlussviertel.

Schröder fehlt - DBB-Team gegen Kroatien

Dennis Schröder, der wegen zu hoher Versicherungsanforderungen nicht zur Verfügung stand, verfolgte das Spiel mit seiner Familie wie gegen Mexiko von der Tribüne. Und der vertragslose NBA-Profi musste leiden. Das Spiel war eng, das Aus drohte, und am Ende gelang - auch wegen der absichtlich verworfenen Freiwürfe - der Einzug ins Halbfinale.

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Bester Werfer war Johannes Voigtmann mit 13 Zählern. Gegen wen es am Samstag geht, entscheidet sich am Abend (20.30 Uhr) im direkten Duell zwischen Kroatien und Tunesien.

Setzt sich das deutsche Team im Halbfinale durch, geht es am Sonntag im Endspiel von Split um das Tokio-Ticket. Nur der Turniersieger fliegt zu den Sommerspielen in Japan (23. Juli bis 8. August).

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