Olympia: Kritik an Reform: Spitzenverbände fürchten um Olympia 2020

Die Spitzenverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) haben die schleppende Umsetzung der Leistungssportreform hart kritisiert.

Die Spitzenverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) haben die schleppende Umsetzung der Leistungssportreform hart kritisiert.

"Die Verzögerungen und Unklarheiten in der Umsetzung der Reform führen zu einer erheblichen Verunsicherung bei Athleten, Trainern und Verbänden und gefährden damit massiv die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020", hieß es in einer Stellungnahme der Verbände, die sie am Rande der 14. Mitgliederversammlung des DOSB in Koblenz veröffentlichten.

Leistungssportreform erfordert finanzielle Mittel

Der Zusammenschluss der olympischen und nicht-olympischen Verbände forderte für die Athleten "Klarheit hinsichtlich ihrer finanziellen Absicherung, der Stützpunktstruktur und professioneller Betreuung". Die "unhaltbare Beschäftigungssituation" zahlreicher Trainer müsse beseitigt werden. Zudem müssten "die für die Umsetzung der Leistungssportreform notwendigen Mittel für die Verbände bereitgestellt werden". Die 462 Delegierten stimmten den Forderungen einstimmig zu.

Die Kritik der Verbände richtet sich vor allem an das Bundesinnenministerium, den größten Geldgeber des Spitzensports, und die Bundesländer. Wegen der unklaren politischen Situation in Berlin lassen die vom geschäftsführenden Innenminister Thomas de Maiziere in Aussicht gestellten zusätzlichen Gelder auf sich warten. Eine Mittelerhöhung kann nur von einer neuen Bundesregierung beschlossen werden. "Die öffentlichen Fördermittel für den Leistungssport von Bund und Ländern müssen ab 2018 deutlich angehoben werden", hieß es in dem Papier.

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