Olympia in Köln: Sportmanager Michael Mronz hält an der olympischen Rheinland-Idee fest

Er hält die Olympischen Spiele im Rheinland für eine schöne und machbare Sache.

Die Idee ist nicht neu und für Olympia 2012 schon einmal gescheitert, aber der Kölner Sportmanager Michael Mronz denkt sie seit dem vergangenen Jahr dennoch neu – und das öffentlich.

Er hält Olympische Spiele im Rheinland für eine schöne und machbare Sache, auch die Doppelvergabe der Spiele 2024 und 2028 ändert daran nichts. Jetzt spricht der 50-Jährige eben von der Möglichkeit einer „nachhaltigen NRW-Bewerbung für 2032“. Vergeben würden diese Spiele im Jahr 2025.

Olympia brauche keine Weltstadt

Für zu klein oder unbedeutend hält Mronz die Städte Köln, Düsseldorf und Dortmund nicht. In der von Thomas Bach, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), vorangetriebenen „Agenda 2020“ sei ja festgeschrieben, dass die Organisation künftig auf Kostenreduzierung und Nachhaltigkeit achten wolle.

„Auch deshalb braucht ein Olympia-Konzept nicht zwingend eine führende Weltstadt, zumal sich eine Rhein Ruhr Olympic City als Metropolregion nicht hinter London, Paris oder Los Angeles verstecken muss“, sagte Mronz dem Sport-Informationsdienst.

Am Ende sind es aber nicht die Städte, die entscheiden, ob sie sich für Olympia bewerben. Der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) beschließt vielmehr, ob und mit welcher Stadt er sich bewirbt. So waren im Vorfeld der Spiele 2012 Düsseldorf und die Region bereits im Vorentscheid an Leipzig gescheitert – das wiederum London unterlag.

Beispiele aus Hamburg und München

Sind eine Stadt und der DOSB sich einig über eine Bewerbung, heißt das noch lange nicht, dass sie auch stattfindet. Das haben zuletzt München und Hamburg gezeigt. Hier waren der Wille der Verantwortlichen groß, doch die Abneigung der Bevölkerung war größer. Auch in NRW würde eine Bewerbung wohl klare Unterstützung vonseiten der Politik erfahren, das deutete sich im vergangenen Herbst bereits bei einer Diskussion im Landtag an. Gegen einen globalen Imagegewinn und einen Kick für die Weiterentwicklung der Infrastruktur hat niemand etwas einzuwenden.

Ein möglicher Schuldenberg als Vermächtnis der Spiele, wie ihn Rio de Janeiro jetzt zu bewältigen hat, wird dabei gerne ausgeblendet. Michael Mronz sagte schon im vergangenen Jahr, er sei überzeugt, dass die Menschen im sportbegeisterten NRW mit einem „intelligenten Konzept und einer vernünftigen Kosten-Nutzen-Rechnung“ überzeugt werden könnten.

Schließlich würde Olympia in Deutschland eine bessere Förderung des Spitzensports mit sich bringen, was wiederum auch dem Breitensport zugute käme. Mronz setzt bei seiner Idee zudem auf die gute Sport-Infrastruktur in NRW. Viele Sportstätten könnten im jetzigen Zustand oder nur leicht modifiziert genutzt werden, was den Kosten-Nutzen-Faktor positiv beeinflussen würde....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta