Olympia: IOC-Präsident Bach verteidigt Vorgehen im Fall Nuzman

IOC-Präsident Thomas Bach hat das Vorgehen des Internationalen Olympischen Komitees in der Korruptionsaffäre um Rios Ok-Chef Carlos Arthur Nuzman verteidigt. "Wir haben das getan, was wir tun konnten", sagte der 63-Jährige zu Beginn des IOC-Gipfels in Lima/Peru.

IOC-Präsident Thomas Bach hat das Vorgehen des Internationalen Olympischen Komitees in der Korruptionsaffäre um Rios Ok-Chef Carlos Arthur Nuzman verteidigt. "Wir haben das getan, was wir tun konnten", sagte der 63-Jährige zu Beginn des IOC-Gipfels in Lima/Peru.

Bach erklärte, dass Rechtsanwälte für die Ethikkommission des IOC Kontakt zu den brasilianischen Behörden aufgenommen hätten, um weitere Informationen in dem Fall zu erhalten. "Sobald Beweise vorliegen, werden wir handeln", meinte der Tauberbischofsheimer.

Berichte, wonach das IOC schon früher Hinweise auf Nuzmans unkorrektes Verhalten durch einen früheren brasilianischen Funktionär erhalten haben soll, wies Bach zurück. "Wenn es irgendwelche Beweise gegeben hätte, hätten wir diese auch verfolgt", so Bach.

Wegen des Verdachts des Stimmenkaufs vor der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2016 an Rio hatte die brasilianische Bundespolizei Beweismaterial im Haus Nuzman sowie am Sitz des Comitê Rio 2016 sichergestellt. Nuzman, auch Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, wurde zum Verhör vorgeladen.

Die Operation "Unfair Play" basiert auf Informationen der französischen Justizbehörden. Demnach sollen stimmberechtigte IOC-Mitglieder vor der Wahl Rios im Oktober 2009 Schmiergelder erhalten haben.

Bach wollte nicht ausschließen, dass es im IOC weiterhin zu Verstößen gegen die Gesetzeslage komme. "Keine Organisation in der Welt ist immun, kein Gesetz ist so perfekt, dass es nicht gebrochen werden kann", sagte der Fecht-Olympiasieger von 1976.

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