Olympia-Held droht lebenslange Haft wegen Drogenschmuggel

SPORT1
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Bei Olympia 2004 gewann der Kanute Nathan Baggaley zweimal Silber. Nun droht ihm eine lebenslange Haftstrafe wegen eines Drogendeals.

Olympia-Held droht lebenslange Haft wegen Drogenschmuggel
Bei Olympia 2004 gewann der Kanute Nathan Baggaley zweimal Silber

Der Absturz eines Sport-Helden: Bei den Olympischen Spielen 2004 gewann Nathan Baggaley zwei Silbermedaillen – jetzt wurde der ehemalige Kanute wegen Drogenschmuggels von einem australischen Gericht schuldig gesprochen.

2018 war sein Bruder Dru von den Behörden aufgegriffen worden, als er mit einem Schlauchboot 650 Kilogramm Kokain von einem anderen Schiff übernehmen wollte. Angaben der BBC bezifferten den Marktwert der Drogen auf rund 130 Millionen Euro.

Olympia-Kanute half bei Drogenschmuggel

Laut dem Gericht hatte der Ex-Athlet das Boot organisiert und die Vorbereitungen für den Drogendeal unternommen. An Board hatte sich Nathan Baggaley selbst nicht befunden.

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Obwohl die Brüder auf nicht schuldig plädiert hatten, fand dies beim Gericht kein Gehör. Das finale Strafmaß für die Angeklagten steht noch nicht fest, aufgrund zahlreicher Vorstrafen könnte jedoch eine lebenslängliche Haft drohen.

Nathan Baggaley zählte während den erfolgreichsten Tagen seiner Karriere zu den besten Kanuten der Welt. 2004 war er neben den Erfolgen bei Olympia auch zum australischen Athleten des Jahres ernannt worden. Neben späteren Dopingverstößen saß er bereits wegen der Herstellung von Drogen im Gefängnis.

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