Olympia 2018: Zeitplan, Medaillenspiegel, Entscheidungen, Disziplinen und TV-Übertragung

Am 9. Februar starten die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea. Hier erfahrt ihr, wann die Medaillenentscheidungen fallen und wer für Deutschland an den Start geht. Außerdem gibt es unter anderem Informationen zu den Teilnehmern, Disziplinen und der TV-Übertragung.

Am 9. Februar starten die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea. Hier erfahrt ihr, wann die Medaillenentscheidungen fallen und wer für Deutschland an den Start geht. Außerdem gibt es unter anderem Informationen zu den Teilnehmern, Disziplinen und der TV-Übertragung.

"Passion. Connected." - so lautet das Motto der 23. Ausgabe der Olympischen Winterspiele. Es steht für die Leidenschaft, die der Sport entfachen kann und die notwendig ist, um Höchstleistungen zu erzielen. Außerdem will sich Südkorea, das nach 1988 zum zweiten Mal Olympia ausrichtet, offen gegenüber allen Teilnehmern und Gästen zeigen und so für eine besondere Atmosphäre sorgen.

Wann und wo findet Olympia 2018 statt?

Die Olympischen Winterspiele 2018 beginnen offiziell am 9. Februar mit der Eröffnungsfeier und enden am 25. Februar. Ausgetragen werden sie im südkoreanischen Pyeongchang, allerdings finden auch einige Veranstaltungen in Gangneung statt.

Wo liegt Pyeongchang?

Pyeongchang liegt rund 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Seoul auf einer Höhe von 700 Metern im Taebaek-Gebirge. Die Distanz zur nordkoreanischen Grenze beträgt lediglich 80 Kilometer; eine Tatsache, die angesichts der blutigen Historie des geteilten Landes bereits bei der Vergabe der Winterspiele 2011 für Aufsehen sorgte.

Mit knapp 44.000 Einwohnern ist Pyeongchang auch weit entfernt davon, eine Metropole zu sein. Doch mit ihrer Lage ist die Stadt für Wintersportler durchaus attraktiv: Auf 700 Metern Höhe gibt es lange und schneereiche Winter. Des Weiteren hat Pyeongchang mit dem Yongpyong Ski Resort ein ausgezeichnetes Ski-Gebiet. Dort werden bei den Winterspielen auch der Slalom und der Riesenslalom ausgetragen. Alle anderen Alpine-Speeddisziplinen werden im rund 30 Fahrminuten entfernten Jeongseon Alpine Centre ausgetragen.

Wo kann ich die Olympischen Winterspiele 2018 im TV sehen?

Die kompletten Übertragungsrechte für Olympia 2018 hat sich Eurosport gesichert. Der Tochtersender des Discovery Channels zahlte dafür Gerüchten zufolge 1,3 Milliarden Euro. Nachdem man zunächst die ARD und das ZDF ausstach, haben sich die öffentlich-rechtlichen nun doch noch eine Live-Berichterstattung in einem Umfang von 230 Stunden gesichert. Einzig die Wettbewerbe im Snowboard, Shorttrack und Eiskunstlauf sind exklusiv bei Eurosport, das 24 Stunden am Tag über Olympia berichtet, zu sehen.

Im Eishockey dürfen ARD und ZDF, die sich bei ihrer Übertragung im täglichen Rhythmus abwechseln, lediglich die deutschen Begegnungen sowie das Finale zeigen.

Eurosport bietet neben seinem TV-Angebot auch seinen Eurosport Player an, in dem über 4.000 Stunden Programm zu sehen sind. ARD und ZDF zeigen in ihren Online-Mediatheken zusätzliches Material.

Welche Sportarten gibt es bei Olympia 2018?

Insgesamt gibt es 15 Sportarten, die sich in 102 Disziplinen aufteilen.

  • Ski Alpin
  • Biathlon
  • Skispringen
  • Nordische Kombination
  • Langlauf
  • Rodeln
  • Bob
  • Skeleton
  • Shorttrack
  • Eisschnelllauf
  • Eiskunstlauf
  • Snowboard
  • Ski Freestyle
  • Eishockey
  • Curling

Neue Disziplinen bei den Olympischen Spielen 2018

Neu hinzukommen ein Mixed-Team-Event im Ski Alpin, das Mixed Doppel im Curling, der Massenstart (Männer und Frauen) im Eisschnelllauf sowie das Big-Air-Event im Snowboard. Weichen musste dafür der Snowboard-Parallelslalom.

Zeitplan bei Olympia 2018: Wann finden welche Wettkämpfe statt?

Offiziell startet Olympia 2018 zwar am 9. Februar, doch bereits einen Tag zuvor finden Qualifikationswettkämpfe im Curling und Skispringen statt.

Unten stehend finden sich alle Entscheidungen der verschiedenen Disziplinen aufgelistet. Die angegebene Uhrzeit ist die mitteleuropäische, Ortszeit ist jeweils acht Stunden später.

Datum Uhrzeit (MESZ) Disziplin
Freitag, 9. Februar 12 Uhr Eröffnungsfeier
Samstag, 10. Februar 8.15 Uhr Langlauf, Skiathlon (Frauen) 7,5 km + 7,5 km
11 Uhr Shorttrack, 1.500 m (Männer)
12 Uhr Eisschnelllauf, 3.000 m (Frauen)
12.15 Uhr Biathlon, Sprint (Frauen) 7,5 km
13.35 Uhr Skispringen, Normalschanze (Männer)
Sonntag, 11. Februar 2 Uhr Snowboard, Slopestyle (Männer)
3 Uhr Ski Alpin, Abfahrt (Männer)
7.15 Uhr Langlauf, Skiathlon (Männer) 15 km + 15 km
8 Uhr Eisschnelllauf, 5.000 m (Männer)
10.50 Uhr Rodeln, Einzel 3. und 4. Lauf (Männer)
11.30 Uhr Ski Freestyle, Buckelpiste (Frauen)
12.15 Uhr Biathlon, Sprint (Männer), 10 km
Montag, 12. Februar 2 Uhr Snowboard, Slopestyle (Frauen)
2 Uhr Eiskunstlauf, Team-Event
2.15 Uhr Ski Alpin, Riesenslalom (Frauen)
11.10 Uhr Biathlon, Verfolgung (Frauen), 10 km
11.30 Uhr Ski Freestyle, Buckelpiste (Männer)
13 Uhr Biathlon, Verfolgung (Männer) 12,5 km
13.30 Uhr Eisschnelllauf, 1.500 m (Frauen)
13.50 Uhr Skispringen, Normalschanze (Frauen)
Dienstag, 13. Februar 1 Uhr Curling, Mixed Doppel (Spiel um Platz 3)
2 Uhr Snowboard, Halfpipe (Frauen)
3 Uhr Ski Alpin, Kombination (Männer)
9.30 Uhr Langlauf, Sprint (klassisch), Frauen und Männer
11 Uhr Shorttrack, 500 m (Frauen)
11.30 Uhr Rodeln, Einzel (Frauen) 3. und 4. Lauf
12 Uhr Curling, Mixed Doppel (Finale)
12 Uhr Eisschnelllauf, 1.500 m (Männer)
Mittwoch, 14. Februar 2.15 Uhr Ski Alpin, Slalom (Frauen)
2.30 Uhr Snowboard, Halfpipe (Männer)
7 Uhr Nordische Kombination, Normalschanze + 10 km (Männer)
11 Uhr Eisschnelllauf, 1.000 m (Frauen)
12.05 Uhr Biathlon, Einzel (Männer), 20 km
12.20 Uhr Rodeln, Doppelsitzer (Männer)
Donnerstag, 15. Februar 2 Uhr Snowboard Cross (Männer)
2.30 Uhr Eiskunstlauf, Paarlauf
3 Uhr Ski Alpin, Super-G (Männer)
7.30 Uhr Langlauf, Freistil (Frauen) 10 km
12 Uhr Biathlon, Einzel (Frauen) 15 km
12 Uhr Eisschnelllauf, 1.000 m (Männer)
13.30 Uhr Rodeln, Teamstaffel
Freitag, 16. Dezember 1.30 Uhr Skeleton (Männer), 3. und 4. Lauf
2 Uhr Snowboard Cross (Frauen)
7 Uhr Langlauf, Freistil (Männer) 15 km
12 Uhr Ski Freestyle, Sprungschanze (Frauen)
12 Uhr Eisschnelllauf, 5.000 m (Frauen)
Samstag, 17. Dezember 2 Uhr Ski Freestyle, Slopestyle (Frauen)
2 Uhr Eiskunstlauf, Einzel (Männer)
3 Uhr Ski Alpin, Super-G (Frauen)
10.30 Uhr Langlauf, Staffel Damen klassisch/Freistil 4x5 km
11 Uhr Shorttrack, 1.000 m (Männer) und 1.500 m (Frauen)
12.15 Uhr Biathlon, Massenstart (Frauen) 12,5 km
12.20 Uhr Skeleton (Frauen), 3. und 4. Lauf
13.30 Uhr Skispringen, Großschanze (Männer)
Sonntag, 18. Februar 2 Uhr Ski Freestyle, Slopestyle (Männer)
2.15 Uhr Ski Alpin, Riesenslalom (Männer)
7.15 Uhr Langlauf, Staffel (Männer) klassisch/Freistil 4x10 km
12 Uhr Ski Freestyle, Sprungschanze (Männer)
12 Uhr Eisschnelllauf, 500 m (Frauen)
12.15 Uhr Biathlon, Massenstart (Männer) 15 km
Montag, 19. Februar 12 Uhr Eisschnelllauf, 500 m (Männer)
12.15 Uhr Zweierbob (Männer), 3. und 4. Lauf
13.30 Uhr Skispringen, Großschanze Team (Männer)
Dienstag, 20. Februar 2 Uhr Eiskunstlauf, Eistanz
2.30 Uhr Ski Freestyle, Halfpipe (Frauen)
11 Uhr Shorttrack, 3.000 m Staffel (Frauen)
11 Uhr Nordische Kombination, Großschanze / 10 km Einzel (Männer)
12.15 Uhr Biathlon, Mixed Staffel
Mittwoch, 21. Februar 3 Uhr Ski Alpin, Abfahrt (Frauen)
3.30 Uhr Ski Freestyle, Skicross (Männer)
9 Uhr Langlauf, Team Sprint Freistil Männer und Frauen
12 Uhr Eisschnelllauf, Teamverfolgung Männer und Frauen
12.40 Uhr Zweierbob (Frauen), 3. und 4. Lauf
Donnerstag, 22. Februar 2.15 Uhr Ski Alpin, Slalom (Männer)
3.30 Uhr Ski Freestyle, Halfpipe (Männer)
8.30 Uhr Nordische Kombination, Großschanze Team (Männer)
8.30 Uhr Eishockey, Spiel um Platz 3 (Frauen)
11 Uhr Shorttrack, 500 m (Männer), 5.000 m Staffel (Männer), 1.000 m (Frauen)
12.15 Uhr Biathlon, Staffel (Frauen) 4x6 km
13 Uhr Eishockey, Finale (Frauen)
Freitag, 23. Februar 2 Uhr Snowboard, Big Air Finale (Frauen)
2 Uhr Eiskunstlauf, Einzel (Frauen)
3 Uhr Ski Alpin, Kombination (Frauen)
3.30 Uhr Ski Freestyle, Skicross (Frauen)
11 Uhr Eisschnelllauf, 1.000 m (Männer)
12 Uhr Curling, Spiel um Platz 3 (Männer)
12.15 Uhr Biathlon, Staffel (Männer) 4x7,5 km
Samstag, 24. Februar 1 Uhr Curling, Finale (Männer)
2 Uhr Snowboard, Big Air Finale (Männer)
3 Uhr Ski Alpin, Team-Event
4 Uhr Snowboard, Parallel-Riesenslalom Männer und Frauen
5.30 Uhr Langlauf, Massenstart (Männer) klassisch 50 km
12 Uhr Eisschnelllauf, Massenstart Männer und Frauen
12 Uhr Curling, Spiel um Platz 3 (Frauen)
13 Uhr Eishockey, Spiel um Platz 3 (Männer)
Sonntag, 25. Februar 1 Uhr Curling, Finale (Frauen)
1.30 Uhr Viererbob (Männer), 3. und 4. Lauf
7 Uhr Eishockey, Finale (Männer)
7.15 Uhr Langlauf, Massenstart (Frauen) klassisch 30 km
12 Uhr Schlussfeier

Spielstätten Olympia 2018: Wo werden welche Wettkämpfe ausgetragen?

Für die Spiele im Februar bewarben sich neben Pyeongchang auch die französische Stadt Annecy und die bayerische Landeshauptstadt München. Am Ende machte Südkorea das Rennen, nachdem man 2010 und 2014 mit seiner Bewerbung knapp gescheitert war. Für Südkorea ist es das zweite Mal als Olympia-Gastgeber, 1988 machten die Spiele in Seoul Halt.

In diesem Jahr findet die Eröffnungsfeier im PyeongChang Olympic Stadium statt, auch die Abschlussfeier wird hier veranstaltet. Die Wettkämpfe selbst werden im PyeongChang Mountin Cluster sowie im Gangneung Coastal Cluster ausgetragen.

  • PyeongChang Mountin Cluster
Austragungsstätte Sportart
Alpensia Biathlon Centre Biathlon
Alpensia Cross-Country Skiing Centre Nordische Kombination, Langlauf
Alpensia Ski Jumping Centre Nordische Kombination, Skispringen, Snowboard
Olympic Sliding Centre Bob, Rodeln, Skeleton
Phoenix Snow Park Freestyle-Skiing, Snowboard
Jeongseon Alpine Centre Ski Alpin
Yongpyong Alpine Centre Ski Alpin
  • Gangneung Coastal Cluster
Austragungsstätte Sportart
Kwandong Hockey Centre Eishockey
Gangneung Curling Centre Curling
Gangneung Hockey Centre Eishockey
Gangneung Ice Arena Shorttrack, Eiskunstlauf
Gangneung Oval Eisschnelllauf

Wer nimmt an Olympia 2018 teil?

Über verschiedene Qualifikationsverfahren haben sich Athleten aus insgesamt 90 Ländern einen Startplatz für Pyeongchang gesichert. Ihr Debüt bei Winterspielen feiern Singapur, Malayisa, Kosovo, Nigeria, Eritrea und Ecuador. Politisch brisant: Auch Nordkorea hat sich qualifiziert und darf mit seiner Mannschaft zum verfeindeten Nachbarn fahren.

Russlands Athleten dürfen nach dem Urteil des Olympischen Komitees unter neutraler Flagge teilnehmen. Dazu weiter unten mehr.

  • Europa: 48 Länder + eine neutrale Mannschaft
  • Amerika: 13 Länder
  • Asien: 19 Länder
  • Afrika: 7 Länder
  • Ozeanien: 2 Länder

Deutsche Athleten bei Olympia 2018:

Disziplin Sportler
Biathlon Laura Dahlmeier
Maren Hammerschmidt
Denise Herrmann
Franziska Hildebrand
Vanessa Hinz
Benedikt Doll
Erik Lesser
Arnd Peiffer
Simon Schempp
Bob Stephanie Schneider
Mariama Jamanka
Francesco Friedrich
Johannes Lochner
Nico Walther
Curling -
Eishockey Nationalmannschaft Männer
Eiskunstlauf Paul Fentz (Herren)
Minerva Hase/Nolan Segers oder Annika Hocke/Ruben Blommaert (Paarlauf)
Kavita Lorenz/Joti Polizoakis (Eistanz)
Aliona Savchenko/Bruno Massot (Paarlauf)
Nicole Schott (Damen)
Mannschaft (Teamwettbewerb)
Eisschnelllauf Judith Dannhauer (500m)
Roxanne Dufter (1500m)
Claudia Pechstein (3000m/5000m)
Damen-Mannschaft (Teamverfolgung)
Patrick Beckert (5000m/10.000m)
Joel Dufter (1000m)
Moritz Geisreiter (5000m/10.000m)
Nico Ihle (500m/1000m)
Nord. Kombination Eric Frenzel
Fabian Rießle
Johannes Rydzek
Rodeln Tatjana Hüfner (Einsitzer)
Dajana Eitberger (Einsitzer)
Natalie Geisenberger (Einsitzer)
Tatjana Hüfner (Einsitzer)
Toni Eggert/Sascha Benecken (Doppelsitzer)
Andi Langenhan (Einsitzer, bei einem weiteren Top acht Platz im Januar)
Felix Loch (Einsitzer)
Johannes Ludwig (Einsitzer)
Tobias Wendl/Tobias Arlt (Doppelsitzer)
Shorttrack Anna Seidel
Bianca Walter
Skeleton Jacqueline Lölling
Tina Hermann
Jacqueline Lölling
Alexander Gassner
Christopher Grotheer
Axel Jungk
Ski Alpin Lena Dürr (Slalom)
Christina Geiger (Slalom)
Viktoria Rebensburg (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom)
Marina Wallner (Slalom)
Kira Weidle (Abfahrt, Super-G)
Fritz Dopfer (Slalom)
Thomas Dreßen (Abfahrt, Super-G, Kombination)
Josef Ferstl (Abfahrt, Super-G)
Andreas Sander (Abfahrt, Super-G)
Alexander Schmid (Riesenslalom)
Ski Freestyle Sabrina Cakmakli (Halfpipe)
Julia Eichinger (Skicross)
Celia Funkler (Skicross)
Kea Kühnel (Halfpipe)
Paul Eckert (Skicross)
Florian Wilmsmann (Skicross)
Skilanglauf Stefanie Böhler
Nicole Fessel
Sandra Ringwald
Thomas Bing
Skispringen Katharina Althaus
Gianina Ernst
Juliane Seyfarth
Ramona Straub
Carina Vogt
Markus Eisenbichler
Richard Freitag
Karl Geiger
Stephan Leyhe
Pius Paschke
Constantin Schmid
Andreas Wellinger
Snowboard Jana Fischer (Snowboardcross)
Ramona Hofmeister (Parallel-Riesenslalom)
Nadja Flemming (Big Air)
Selina Jörg (Parallel-Riesenslalom)
Carolin Langenhorst (Parallel-Riesenslalom)
Silvia Mittermüller (Big Air)
Paul Berg (Snowboardcross)
Patrick Bussler (Parallel-Riesenslalom)
Johannes Höpfl (Halfpipe)
Martin Nörl (Snowboardcross)
Konstantin Schad (Snowboardcross)

Die zehn erfolgreichsten Winterolympioniken aller Zeiten

Einer, der in der ewigen Bestenliste bei Olympischen Winterspielen ganz oben thront, wird 2018 in Pyeongchang nicht an den Start gehen. Ole Einar Bjoerndalen verpasste beim Weltcup in Ruhrpolding seine letzte Chance auf die Olympia-Norm. Mit Marit Bjoergen, Claudia Pechstein und Wiktor Ahn sind allerdings noch drei der besten Winterolympioniken aller Zeiten in Südkorea mit am Start.

Rang Sportler Sportart Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Ole Einar Bjoerndalen Biathlon Norwegen 8 4 1 13
2 Bjoern Daehli Skilanglauf Norwegen 8 4 0 12
3 Marit Bjoergen Skilanglauf Norwegen 6 3 1 10
4 Ljubow Jegorowa Skilanglauf Russland/Vereintes Team 6 3 0 9
5 Wiktor Ahn Shorttrack Südkorea/Russland 6 0 2 8
6 Lidija Skoblikowa Eisschnelllauf Sowjetunion 6 0 0 6
7 Claudia Pechstein Eisschnellauf Deutschland 5 2 2 9
T8 Larissa Lasutina Skilanglauf Russland/Vereintes Team 5 1 1 7
T8 Clas Thunberg Eisschnellauf Finnland 5 1 1 7
10 Thomas Alsgaard Skilanglauf Norwegen 5 1 0 6

Doping: Russland für Olympia 2018 gesperrt

Wegen systematischen Dopings hat das Internationale Olympische Komitee Russland von den Winterspielen in Pyeongchang ausgeschlossen. Allerdings: Die russischen Sportler dürfen unter neutraler Flagge an den Start gehen.

Konsequenzen hat das Urteil des IOC auch für den russischen Vizepremier Witali Mutko. Der ehemalige Sportminister wurde in allen Funktionen von Olympia ausgeschlossen.

Eisschnelläufer Kramer will Karriere fortsetzen

Entgegen der ursprünglichen Planung seine Karriere nach den olympischen Winterspielen zu beenden, verlängerte der niederländische Eisschnelläufer Sven Kramer seinen Vertrag bei LottoNL-Jumbo-Team bis 2020.

"Meine Karriere hängt nicht davon ab, ob ich endlich einmal Gold über die 10.000 m hole", zeigte sich der dreimalige Olympiasieger entspannt vor dem Saisonhöhepunkt in Südkorea.

Felix Neureuther verpasst Olympia

Das deutsche Ski-Ass Felix Neureuther erlebte einen perfekten Start in die laufende Wintersportsaison und schnappte sich im finnischen Levi seinen 13. Weltcupsieg. Doch nur zwei Wochen später der Schock: Im Training erlitt der 33-Jährige einen Kreuzbandriss und musste sich in der Folge vom Olympia-Traum verabschieden.

Nachdem Neureuther zunächst noch Hoffung auf eine Teilnahme hatte, unterzog er sich im Dezember schließlich deiner Operation. Damit war das Aus besiegelt. Ähnlich bitter ist der Ausfall von Abfahrtsspezialist Stefan Luitz, der sich ebenfalls das Kreuzband riss.

Korea-Krise: Debatten über Olympia in Pyeongchang

Einige Experten warnen vor der Austragung der Olympischen Spiele in Südkorea, weil das Land im Konflikt mit Nordkorea steht und sich Pyeongchang unweit der Grenze befindet. So gab es Stimmen, die sich für eine Verlegung von Olympia in ein anderes Land aussprachen - zum Beispiel ins russische Sotschi, wo 2014 die Spiele stattfanden.

Auch einige Sportler, unter anderem Felix Neureuther vor seiner Verletzung und die österreichische Mannschaft, erwogen einen Verzicht.

Korea-Gipfel beim IOC vor Olympia am 20. Januar

Aufgrund des Konflikts zwischen Nord- und Südkorea, der Sorge einiger Athleten, sowie von offizieller Seite, wird es am 20. Januar in Lausanne ein Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten der Nationalen Olympischen Komitees der beiden koreanischen Staaten, hochrangigen Regierungsmitglieder und IOC-Mitgliedern sowie eine Delegation des Organisationskomitees von Pyeongchang geben.

Thema der Konferenz soll vorwiegend die Teilnahme Nordkoreas an den Spielen sein. Der Norden hatte seine grundsätzliche Bereitschaft zur Entsendung von Aktiven zu den Olympia-Wettbewerben in Pyeongchang signalisiert.

Preise: Wie viel kosten die Tickets in Südkorea?

Tickets für die Veranstaltungen kosten zwischen 16 und 726 Euro. Je nach Wettbewerb variieren die Preise, besonders das Eishockey-Finale ist verhältnismäßig teuer.

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