Olympia 2018: USA holen erstmals Skilanglauf-Gold - DSV-Duo geschlagen

Die USA haben erstmals in der Olympia-Geschichte Gold im Skilanglauf geholt. Kikkan Randall und Jessica Diggins gewannen in Pyeongchang den Teamsprint vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson, nur Bronze ging an Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen.

Die USA haben erstmals in der Olympia-Geschichte Gold im Skilanglauf geholt. Kikkan Randall und Jessica Diggins gewannen in Pyeongchang den Teamsprint vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson, nur Bronze ging an Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen.

Das deutsche Duo mit der angeschlagenen Nicole Fessel und Sandra Ringwald war über die 6x1,25 km im freien Stil chancenlos und belegte im Finale als Zehnte den letzten Platz.

"Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Ich habe mich ganz gut gefühlt, aber am Ende war nicht mehr drin. Irgendwann kam der Hammer. Damit müssen wir leben", sagte Ringwald (Schonach) im ZDF. Untröstlich war aber vor allem Fessel (Oberstdorf) nach ihrem ersten Auftritt in Südkorea: "Ich hab's seit Wochen mit meiner Gesundheit. Ich habe wirklich gedacht, dass es besser geht."

Die 37 Jahre alte Björgen vergab derweil ihre vorletzte Chance auf die achte Goldmedaille ihrer Karriere, mit der sie den Biathleten Ole Einar Björndalen (Norwegen) als erfolgreichsten Wintersportler der Geschichte ablösen würde. Die letzte Gelegenheit bietet sich am Sonntag im "Marathon" über 30 Kilometer. Trösten durfte sich Björgen mit der 14. olympischen Medaille ihrer Laufbahn, damit ist sie nun alleinige Rekordhalterin vor Björndalen (13).

Für eine kleine Überraschung sorgten Randall und Diggins, die in einem spannenden Dreier-Finale die besten Sprint-Qualitäten hatten. Für die zuvor einzige olympische Medaille eines US-Läufers hatte Bill Koch 1976 mit Silber über 30 Kilometer gesorgt.

Fessel von gesundheitlichen Problemen geplagt

Für das deutsche Duo war schnell klar, dass eine vordere Platzierung außer Reichweite ist. Fessel hatte die bisherigen Rennen in Pyeongchang wegen gesundheitlicher Probleme verpasst und tat sich sichtlich schwer. "Ich wollte es einfach versuchen, aber es geht nicht", sagte die 34-Jährige schon nach dem Halbfinale.

Ringwald, die im Wechsel mit der Allgäuerin lief, musste in ihren drei Runden stets gegen den Rückstand anlaufen, den ihre Teamkollegin kassierte.

Der Teamsprint gehört zum vierten Mal zum olympischen Programm, bislang war ein fünfter Platz das schlechteste deutsche Ergebnis gewesen. 2010 hatten Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad sogar Gold geholt, vor vier Jahren in Sotschi verpassten Steffi Böhler und die heutige Biathletin Denise Herrmann als Vierte nur knapp eine Medaille.

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