Olympia 2018: Südkorea: Nordkorea könnte Spielen "tödlichen Schlag" versetzen

Nordkorea könnte den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) mit weiteren militärischen Provokationen einen "tödlichen Schlag" versetzen. Das sagte Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung-Gyon.

Nordkorea könnte den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) mit weiteren militärischen Provokationen einen "tödlichen Schlag" versetzen. Das sagte Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung-Gyon.

Auch deshalb sprach sich das Regierungsmitglied für stabile Verhältnisse aus und schlug vor, die jährlichen Militärübungen mit den USA nicht im kommenden Frühjahr abzuhalten.

"Wenn der Norden zu einer Zeit provoziert, in der die Olympischen Spiele unmittelbar bevorstehen, könnte er den Olympischen Spielen einen fatalen Schlag versetzen", sagte der Minister mit einem für Südkoreas Regierung ungewöhnlich scharfen Ton. Deshalb sei es wichtig, "die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang in einer stabilen Atmosphäre zu veranstalten", fügte er hinzu.

Nach den Olympischen Spielen finden im 80 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernten Pyeongchang die Paralympics (9. bis 18. März) statt. Die jährlichen Militärübungen der verbündeten Staaten Südkorea und USA werden in der Regel zwischen Ende Februar und Anfang April abgehalten. Nordkorea reagiert in der Regel wütend und startet eigene Militärübungen, auch Raketentests.

Nordkorea führte Raketentests durch

Nordkorea hatte am Mittwoch eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet. Anschließend erklärte das autokratisch geführte Land, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen.

Die USA riefen daraufhin alle Länder auf, ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Nordkorea zu beenden. Nikki Haley, US-Botschafterin bei der UNO, erklärte, "im Falle eines Kriegs" werde die Führung in Nordkorea "vollkommen zerstört". Mit seinem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete habe Nordkorea sich für "die Aggression entschieden" statt für einen friedlichen Prozess.

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