Olympia 2018: Südkorea: 2,1 Millionen Euro für Nordkoreas Auftritt

Südkorea hat sich den symbolträchtigen Auftritt des Bruderstaates Nordkorea bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einiges kosten lassen.

Südkorea hat sich den symbolträchtigen Auftritt des Bruderstaates Nordkorea bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einiges kosten lassen.

Umgerechnet rund 2,1 Millionen Euro hat Seoul für Unterkünfte, Transport, Essen und andere Leistungen ausgegeben.

Das offiziell mit dem Süden noch verfeindete Nordkorea ist in Pyeongchang mit 229 Cheerleadern, einem Demonstrationsteam für Taekwondo und rund 140 Künstlern vor Ort. Die Kosten für die 22 Athleten aus dem Norden, die in Pyeongchang starten, übernimmt das Internationale Olympische Komitee.

Wie es aus offiziellen Kreisen weiter hieß, achte Seoul sehr darauf, dass es durch die Olympiateilnahme von Nordkorea keine Verstöße gegen die vielen Sanktionen gibt, die gegen Pjöngjang erhoben worden waren. "Wir achten sehr darauf, die Regeln des IOC, die internationalen Normen und die Sanktionen gegen Nordkorea einzuhalten", sagte Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte zuletzt erklärt, er werde der nordkoreanischen Propaganda nicht erlauben, die Botschaft und Bilder der Olympischen Spiele zu kapern. Zur hochrangigen Delegation Nordkoreas bei den Spielen in Pyeongchang gehört auch Kim Yo Jong, Schwester von Machthaber Kim Yong Un.

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