Olympia 2018: Nord und Süd in einem Bob: Weltverband plant koreanischen Schlitten

Der Bob-Weltverband IBSF plant für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang den Einsatz eines Vierers mit Athleten aus Nord- und Südkorea als Spur-Schlitten.

Der Bob-Weltverband IBSF plant für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang den Einsatz eines Vierers mit Athleten aus Nord- und Südkorea als Spur-Schlitten.

Das teilte die IBSF am Mittwoch mit. Das gemischte Team würde die Bahnbedingungen vor den Viererbob-Rennen am 24. und 25. Februar testen und könnte vor allem ein weiteres Zeichen der Annäherung zwischen den Staaten setzen.

"Bobsport ist ein Teamsport wie kein anderer", sagte IBSF-Präsident Ivo Ferriani: "Die Athleten müssen auf engstem Raum perfekt zusammenarbeiten und sich vertrauen. Ein gemeinsames Bobteam würde die Athleten beider Länder besonders nah zusammenbringen."

Nord- und Südkorea: Die Zeichen stehen auf Annäherung

Ferriani plane derzeit gemeinsam mit IBSF-Vizepräsident Darrin Steele diesen Einsatz, hieß es weiter. Die beiden früheren Bobsportler könnten das Team demnach trainieren. Geplant ist der Einsatz eines erfahrenen Piloten und eines Anschiebers aus Südkorea sowie zwei weiterer Anschieber aus Nordkorea. Das IOC prüfe den Vorschlag momentan.

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hatte schon in seiner Neujahrsansprache überraschend angekündigt, dass er Athleten und weitere Vertreter zu den Spielen in den Süden entsenden wolle.

Südkorea möchte ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam antreten lassen. Es wäre der erste gemeinsame sportliche Auftritt der verfeindeten Staaten auf olympischer Bühne seit 70 Jahren. 1948 hatte das damals noch geeinte Korea an den Winterspielen in St. Moritz und im Sommer in London teilgenommen.

Zudem könnten beide Mannschaften bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gemeinsam einlaufen. Dies war bislang nur bei den Sommerspielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen sowie letztmals bei den Winterspielen 2006 in Turin der Fall.

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