Olympia 2018: Keine Smartphones für Iraner: Athleten schreiben Protestbrief an das IOC

Eine Affäre um vorenthaltene Smartphones erhitzt bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Gemüter.

Eine Affäre um vorenthaltene Smartphones erhitzt bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Gemüter.

Im Gegensatz zu allen anderen Teilnehmern hatten die Sportler aus dem Iran und Nordkorea zunächst wegen internationaler Sanktionen von den Organisatoren keine Telefone erhalten. Die Entscheidung wurde zwar mittlerweile revidiert, die Iraner konnte das aber nicht besänftigen.

"Unsere Athleten haben es abgelehnt, die Smartphones anzunehmen. Sie haben dem Internationalen Olympischen Komitee einen Protestbrief übergeben und warten auf eine offizielle schriftliche Antwort", sagte Hassan Taherian, Botschafter des Iran in Südkorea, der Nachrichtenagentur IRNA.

Vorgang war "Missverständnis"

Der Chef des Organisationskomitees der Spiele hat sich bereits bei den Iranern entschuldigt. Lee Hee Beom schrieb dem Team und bezeichnete den Vorgang als "Missverständnis".

Auf den Telefonen der südkoreanischen Marke Samsung sind Informationen zu Logistik und Wettbewerben gespeichert. Wegen des Vorfalls in Pyeongchang denkt Mohammad-Javad Azari Jahromi, im Iran Minister für Kommunikation und Technologie, laut IRNA über einen Einfuhrstopp von Samsung-Produkten nach.

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