Olympia 2018: IOC-Mitglied: Nordkorea "wahrscheinlich" bei Winterspielen dabei

Gut einen Monat vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) nähern sich Gastgeber Südkorea und der verfeindete Bruderstaat Nordkorea weiter an. Ung Chang, der Nordkorea im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vertritt, sagte am Samstag, dass Nordkorea an den Winterspielen im Süden "wahrscheinlichen teilnehmen werde".

Gut einen Monat vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) nähern sich Gastgeber Südkorea und der verfeindete Bruderstaat Nordkorea weiter an. Ung Chang, der Nordkorea im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vertritt, sagte am Samstag, dass Nordkorea an den Winterspielen im Süden "wahrscheinlichen teilnehmen werde".

Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Chang habe während eines Zwischenstopps am Pekinger Flughafen einen kurzen Kommentar abgegeben.

Kyodo teilte ebenfalls mit, Chang sei vermutlich auf dem Weg in die Schweiz, wo das IOC beheimatet ist, um womöglich über eine Teilnahme Nordkoreas an den Winterspielen zu diskutieren.

Die Aussage von Chang folgt einen Tag nach der Gesprächsvereinbarung der beiden Staaten für Dienstag, den 9. Januar. Das Gespräch soll im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone stattfinden. Thema soll auch eine mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Winterspielen sein. Am Mittwoch hatten beide Staaten einen seit knapp zwei Jahren abgeschalteten Kommunikationskanal wieder in Betrieb genommen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un hatte in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft signalisiert. Daraufhin schlug der Süden einen Gesprächstermin vor. Der Norden hatte in den vergangenen Monaten die internationale Gemeinschaft mit Raketen- und Atomwaffentests provoziert.

Erst am Donnerstag hatten Südkorea und die USA erklärt, dass sie während der Olympischen und Paralympischen Spiele in Pyeongchang auf gemeinsame Militärübungen verzichten wollen.

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