Olympia 2018: Fahnenträgerwahl der USA: Davis kritisiert "ehrlosen" Münzwurf

Eisschnelllauf-Star Shani Davis hat das US-Olympiakomitee wegen der Auswahl des Fahnenträgers für die Eröffnungsfeier der Winterspiele in Pyeongchang kritisiert und Rassismus als Grund seiner Nicht-Berücksichtigung angedeutet.

Eisschnelllauf-Star Shani Davis hat das US-Olympiakomitee wegen der Auswahl des Fahnenträgers für die Eröffnungsfeier der Winterspiele in Pyeongchang kritisiert und Rassismus als Grund seiner Nicht-Berücksichtigung angedeutet.

"Das Team USA hat einen ehrlosen Münzwurf durchgeführt. Kein Problem. Ich kann bis 2022 warten", schrieb der zweimalige Olympiasieger bei Twitter.

In seinen Tweet setzte Davis den Hashtag "BlackHistoryMonth2018", da im Februar in den USA und in Kanada die schwarze Geschichte der Länder gefeiert wird. Hintergrund seiner Verärgerung ist die Tatsache, dass die (weiße) Rennrodlerin Erin Hamlin den Vorzug erhielt.

Verantwortliche der acht amerikanischen Wintersport-Verbände hatten über den Fahnenträger abgestimmt, das Ergebnis zwischen Hamlin und Davis lautete 4:4. Deshalb entschied ein Münzwurf. "Es gab wie immer viele Kandidaten, die diese Ehre verdient gehabt hätten", sagte Mark Jones, Sprecher des US-Olympiakomitees USOC, und verteidigte den Vorgang: "Wir freuen uns, dass Erin Hamlin unsere Delegation anführen wird."

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