Olympia 2018: DOSB schickt 153-köpfiges Team nach Pyeongchang

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) geht mit einem 153-köpfigen Team in die 102 Medaillenentscheidungen der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang/Südkorea (9. bis 25. Februar). Nach den ersten 43 Sportlern gab der DOSB am Dienstag in Frankfurt/Main in der zweiten Nominierungsrunde weitere 110 Teilnehmer bekannt.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) geht mit einem 153-köpfigen Team in die 102 Medaillenentscheidungen der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang/Südkorea (9. bis 25. Februar). Nach den ersten 43 Sportlern gab der DOSB am Dienstag in Frankfurt/Main in der zweiten Nominierungsrunde weitere 110 Teilnehmer bekannt.

Das Team besteht aus 94 Männern und 59 Frauen. Lediglich im alpinen Skilauf gibt es am Dienstagabend noch eine Qualifikationsmöglichkeit beim Weltcup-Slalom der Männer in Schladming.

Das zuvor größte Aufgebot (161) hatte der DOSB für die Winterspiele 2006 in Turin benannt, vor vier Jahren bestand die deutsche Mannschaft für Sotschi aus 153 Athleten und Athletinnen. Dort standen erstmals mehr Frauen als Männer im Aufgebot (77:76). Dies ist nun nicht mehr der Fall. Für die Spiele am Schwarzen Meer hatte sich die Eishockey-Nationalmanschaft der Männer im Gegensatz zu Pyeongchang nicht qualifiziert, dafür fehlen dieses Mal die Frauen.

Medaillenvorage in Sotschi klar verfehlt - "gute Mischung"

Mit achtmal Gold, sechsmal Silber und fünfmal Bronze hatte die deutsche Olympiamannschaft in Sotschi das mit Abstand schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung erzielt. Damit war die Vorgabe von 30 Medaillen klar verfehlt worden. In Südkorea soll es für den DOSB möglichst wieder in die andere Richtung gehen.

"Es ist eine gute Mischung aus Erfahrung und Olympiadebütanten", sagte DOSB-Vorstand Leistungssport Dirk Schimmelpfennig, in Südkorea erstmals Chef de Mission der deutschen Manschaft, "die Athletinnen und Athleten haben teilweise überragende Ergebnisse in dieser Wintersaison erzielt, aber wir hatten auch schon viel Verletzungspech."

Aber es bleibe dabei, so Schimmelpfennig weiter: "Wir orientieren uns am Ergebnis von Sotschi und setzen uns das Ziel, eine Weiterentwicklung der Sportarten des Wintersports in Deutschland in den letzten vier Jahren unter Beweis zu stellen."

Matthias Große und "Team Daumendrücker"

Mit zum Team gehört auch Claudia Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große. "Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) hat Matthias Große vorgeschlagen, und wir haben ihn als Betreuer nominiert", sagte die neue DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker: "Er hat dasselbe Prüfverfahren wie alle anderen Betreuer durchlaufen, es gab keine Gründe, zu einer anderen Einschätzung zu kommen."

Der deutsche Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig betonte, dass der DOSB versuche, für seine Athleten optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Er gehe davon aus, ergänzte Schimmelpfennig, dass Große "sich als Mitglied der deutschen Olympiamannschaft so professionell vor Ort verhält, wie das die anderen Mitglieder auch tun."

Sämtlichen nominierten Athleten verlieh der DOSB eine "Team-D-Medaille" für ihre außergewöhnlichen Leistungen. Auch die verletzten Olympia-Kandidaten wie Ski-Star Felix Neureuther erhielten die Auszeichnung. "Sie werden jetzt zum Team Daumendrücker", sagte die neue DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker.

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